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,, Du hast mir aber noch gar nichts von Dir erzählt, Karl!--- Ich estimmun- habe stundenlang nur von mir gesprochen."
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,, Heute ist es zu spät geworden. Wir holen das ein anderes Mal nach." Edgar deutete auf eine Photographie an der Wand.
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Wer ist das?"
,, Das ist ein Bild meines Sohnes. Er fiel als Offizier der deutschen Luftwaffe.... Wofür?...."
Nach einigem Schweigen sagte Edgar Norgam aus tiefstem Mitgefühl: Dein Schn starb im Glauben, seine Pflicht getan zu haben. Mein Beileid, Karl....."
,, Nein, Edgar, er starb im Bewußtsein, daß sein Vater im Konzentrationslager mißhandelt wurde," erwidert Professor Weber verbittert. ,, Du warst im Konzentrationslager?"
,, Drei lange Jahre, mein lieber Edgar."
,, Ihr habt Euch aber lange unterhalten", sagte der junge Hauptmann. ,, Ich hätte ihm noch viel länger zuhören können", gab Professor Weber zur Antwort.
Frau Norgam erhob sich: ,, Aber jetzt müssen wir, so leid es mir tut, ans Nachhauseġehen denken...."
,, Schon so zeitig, am allerersten Abend?" protestierte Frau Weber. ,, Bleiben Sie doch....."
,, Was meinst Du, Edgar?"
,, Also noch ein Viertelstündchen."
Frau Weber warf einen Blick auf ihren Mann und sagte zu Edgar Norgam: ,, Sie sind doch ein Freund Karls.... Bitte, machen Sie uns mit Ihrer Frau die Freude, während Ihres Marburger Aufenthaltes bei uns zu wohnen."
Frau Norgam wehrte höflich ab. ,, Das geht zu weit.... So viele Ungelegenheiten...."
Nun griff Karl Weber ein: ,, Ich sehe schon--- ohne ein Machtwort geht es kaum ab." Mit markierter Amtsstimme sagte er:„, Edgar Norgam, der seinem guten Freunde Karl Weber seit 1912 nicht geschrieben hat, wird trotz mildernder Umstände verurteilt, während seines Marburger Aufenthalts bei Webers Wohnung zu nehmen. Die Ehefrau des Verurteilten, die das Vergehen ihres Gatten teilweise billigte, hat zur Strafe das Los ihres Gemahls zu teilen."
,, Eine Berufung gegen dieses Urteil gilt als ausgeschlossen. Die Strafe ist sofort anzutreten."
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