stäben meiner Erkenntnisse entsprechender Erledigung meiner Arbeit als Dolmetscher und Betreuer der Wehmachtbücherei, nach verschiedenen Kommandos, kam ich dann an die Front.
Bei meiner Batterie in Ungarn bekam ich letzte Erkenntnisse darüber, wie weit die Gestapo methoden mich auch dorthin verfolgten. Der Schreiber der Batterie eröffnete mir eines schönen Tages, die Wehrpässe seien angekommen, er müsse mich unbedingt mal sprechen.
Als wir uns dann zur verabredeten Zeit trafen, sagte er: ,, Du wirst scheinbar auch von der Gestapo verfolgt. In Deinem Wehrpaß befindet sich ein Zettelchen: ,, Utsch ist aus dem KZ- Lager entlassen und an vorderster Front zu verwenden!" Als er meine Geschichte gehört hatte, versteckte er das Zettelchen in der Hülle des Wehrpasses. Mit dem Schreiber verband mich künftig gute Freundschaft.
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In der Batterie wurde ich öfter aufgefordert, Lehrgänge mitzumachen und Offizier zu werden. ,, Begabt! Gute Führungszeugnisse!" sagte man. Ich lehnte ab. Ich begründete die Ablehnung mit meiner erschütterten Gesundheit, mit der ich den Strapazen dieser Lehrgänge nicht gewachsen sei.
,, Was halten Sie von der gesamten Lage?"
,, Fragen Sie mich als Soldat und Untergebenen, Herr Hauptwachtmeister, oder fragen Sie mich als gesund denkenden Menschen?"
Ich konnte mir die Frage erlauben. Ich war Kurier, und dadurch bestand ein gewisser Kontakt mit meinen Vorgesetzten. ,, Vom Menschen möchte ich es hören."
,, Da kann ich Ihnen nur erwidern, daß jede Logik auf ein trauriges Ende für Deutschland schließen läßt. Denn so wie Deutschland mit seinen und anderer Völker Menschen umgeht, kann man nichts anderes erwarten. Aber abgesehen davon, haben wir nicht fast ganz Europa und vor allem Ruẞ land und den Vereinigten Staaten den Krieg erklärt, nachdem wir uns vorher in der ganzen Welt nach beliebtem
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