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Gestapo-Häftling 52478 aus dem KZ Oranienburg-Sachsenhausen / Bert Utsch ; Vorwort von Bert Irving ; Zeichnung des Buchtitels und der Bildeinlage von Max Pöppel
Entstehung
Seite
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Lemberg sprechen. Es dürfte klüger sein, wenn Ihre Gattin mit dem Beamten spricht, dann kann Ihnen auch von seiten der Gestapo kein Vorwurf gemacht werden."

Meine Frau kannte den Leiter des Wehrüberwachungs­amtes durch ihre Versuche, mich über diesen freizubekom­men. Also sprach sie mit dem Oberstleutnant Böhmig.

,, Ja, wir wollten Ihren Mann schon mit einer Eskorte ab­holen lassen. Die Gestapo hat uns mitgeteilt, daß sie ihn frei­gegeben habe und er längst in Lemberg sein müßte. Wir nah­men Verweigerung seinerseits an."

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,, Aber Herr Oberstleutnant, mein Mann ist hier in Krakau . Die Gestapo gibt ihn aber nicht frei, er muß sich bis auf weiteres täglich melden und wenn er das tun will, ist über­haupt niemand da, oder man läßt sich verleugnen. Ich glaube, da steckt ein merkwürdiges Manöver dahinter. Gestatten Sie, daß ich das ganz offen sage, Herr Oberstleutnant!" ,, Wie ist doch Ihre Wohnung in Krakau , haben Sie Telefon? Gut, dann unternehmen Sie jetzt nichts, alles Weitere wird von mir veranlaßt. Ich empfehle mich, gnädige Frau."

Dieses Gespräch gab allen Beteiligten, auch dem zuhören­den Kaufmanne, eine Entspannung: Die wollten gar nichts weiter erreichen, als es dahin bringen, daß Sie auch bei der Wehrmacht gleich wieder diffamiert sind und in eine Straf­kompanie kommen. Das aber haben Sie, Frau Utsch, dadurch überaus geschickt abgebogen, daß Sie so vertrauensvoll zu mir gekommen sind. Ich danke Ihnen für Ihren Besuch und wünsche Ihnen alles Gute auf Ihrem Wege. Vor allem gute Reise nach Lemberg . Und machen Sie nur nicht zu schnell zu den Preußen. Das hat immer noch etwas Zeit", lächelte mir der vielbeschäftigte Kaufmann noch zu, während sich andere Besucher im Vorzimmer drängten.

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Wir kehrten ins Hotel zurück. , Dieses Mal gehe ich an den Apparat!" sagte meine Frau zu mir. ,, Warum, wie­so?" ,, Dieses Mal werde ich den Transfeld verlangen, viel­leicht habe ich mehr Glück." Wieder die bewußte Num­mer: ,, Hier Frau Utsch. Kann ich Herrn Transfeld dringend

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