sicherer., Wieso? Fühlen Sie sich denn bei uns nicht geborgen?, Oh, nur allzu sehr', entgegnete ich. Und in diesem Tone ging das fort.
"
Warum haben Sie aber noch jemand mitgebracht und warum haben Sie das Amt des Gouverneurs verständigt?", Mitgebracht habe ich meine Freundin, damit sie meinen Schmuck an sich nimmt, wenn ich in der Versenkung verschwinden sollte, und verständigt habe ich das Amt, damit doch jemand Bescheid weiß, wenn die Druckereiarbeit durch mein Verschwinden in Verzögerung gerät.', Ja und wissen Sie, daß wir auch den Gouverneur verhaften können?', Nur allzu gut weiß ich auch das! Doch was habe ich damit zu tun?"
Die haben mit mir nichts zu lachen gehabt und ich glaube, sie freuten sich, als sie mich wieder los waren..
Ein anderes Mal bekamen sie mich und wollten wissen, warum ich Dir keine Briefe schriebe? Du warst im KZ, aber ich mußte annehmen, Du seiest im Reichssicherheitshauptamt. Das heißt, da Du noch nicht schreiben durftest, wußte ich überhaupt nichts und konnte auch nicht an Dich schreiben. Ich sagte einfach:, Täglich werde ich schreiben, wenn Sie mir nur endlich sagen, wohin, und ob meinen Mann die Briefe erreichen!"
Dann kamen sie auch mal wieder in die Druckerei und schnüffelten dort. Sie fanden belanglose Korrespondenzen und vor allem Briefe, die ich Dir gesandt hatte. Briefe aus unserer Verlobungszeit. Du kennst sie ja, meine Briefköpfe, und so nahmen sie sich diese Briefe vor., Ha, Sie sind ja nicht einmal die Frau des Utsch! Sie sind ja nur sein Verhältnis! Hier haben wir ja den Beweis!" Und er zeigte mir einen Brief mit der Anschrift:.An Frl. Elisabeth Kroth."
Der andere machte sich in der Zwischenzeit am Radio zu schaffen, spielte mit unserem kleinen Munzi- Kätzchen und kam dann wichtig hinzu., Was?", sagte ich zu den beiden,
, schließlich war man ja auch mal verlobt und ist eine Geborene! Oder kennen Sie keine Standesämter? Wie begossene Pudel zogen sie dann mit unseren Briefen ab."
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