er.
da,
ckel eicht
päter
ist? ren!
man
ngehen
ach
vereines
vorund
gen
er
men
man
alles
glich
beim
eiten
sich
ssen.
gen. eine
noch
ver
Er
mehr
auf
lten,
rren
-
wenn ich im Dunkel bin und nur noch das Pfeifen der Bomben vernehme, das Zischen und die Detonation, erschlaffe ich: Vielleicht gleich vielleicht ist alles vorbei. Aber plötzlich wandelt sich das träge sickernde Blut in einen reißenden Strom, es hämmert und pocht in den Adern. Wildes, unsinniges Verlangen nach dem Leben packt mich, hält mich in Spannung. Atemlos horche ich auf das Pfeifen es kommt näher
es pfeift
Ich will leben!
es pfeift
Stille. Detonation. Es war weiter weg. Ich blicke auf; das Haus steht. Qualvolle Beschämung bringt das Blut zum Schweigen. Vermag ich in Augenblicken, die mir als die letzten scheinen, nichts anderes zu denken als die Worte: Ich will leben? Habe ich die stumme Sprache derer vergessen, die mir verkündeten: Ein neues Leben beginnt!
Wieviele Gedanken und Empfindungen ruft jeder einzige Tag dieses Krieges in mir wach! Werde ich aber selbst von der zerstörerischen Wucht der Vernichtung bedroht, so hat nur der eine Trieb mich ganz: Leben!
Rühren wir nicht zu sehr an dieses Urgefühl, zerren wir es nicht an das Licht des Tages. Ich scheue mich, über jene Sekunden zu sprechen, wenn ich in seiner Gewalt bin. Es ist ein Zustand jenseits von gut und böse. Es sind Untergründe, die zu Abgründen werden können.
Die Bomben fallen. Ich bin zu Hause, zwischen zwei Reisen. Alarm; der dritte an diesem Tage. Mittags wurde es ein Angriff, nun ist es Abend. Den Nachmittag über habe ich die Fenster notdürftig mit Papier und Pappe verklebt. Nun öffne ich sie, vielleicht halten sie so dem Druck der Bomben besser stand.
Im Radio klickt es. Eine Meldung: Starke Verbände am Rande der Stadt. Keine Flak, sie hat schon mittags geschwiegen. Ich lege die Hände über die Ohren und warte. Vom Sessel aus sehe ich durch das Fenster ein Stückchen des nächtlichen Himmels. Wie klar er ist. Nie ist der Himmel klarer als im November. Da ist auch mein Sternenwagen, unerreichbar weit fort.
--
Surrt es in der Luft? Der Sternenwagen verschwimmt vor den Augen ich bin ein einziges angespanntes Horchen.
Ja
-
-
es kommt. Unaufhaltsames, bohrendes Summen der Motoren, das in mir wühlt, als fresse es sich mitten ins Herz. Warum merken wir erst auf, wenn das dunkle Summen der Motoren von bombentragenden Flugzeugen über uns ist, warum bleiben wir taub bei Not und Schmerz neben uns? Nicht denken jetzt nicht nein! Der Donner der Motoren ist stärker es pfeift
-
es pfeift
kalt, da ist es wieder
jetzt
ach
ich weiß nichts mehr.
· mir wird
Als ich die Augen öffne, ist es still. Sind Sekunden oder Minuten vergangen? Im Zimmer ist es finster, aber am Himmel ist wilde Glut. Die Luft ist voller Staub. Ich greife zur Lehne der Sessel steht. Ich tappe mich durch das Zimmer und taste über die Wand. Das Haus ist nicht ge
der
te.
lese
scht,
16 Halt Wacht im Dunkel
-
241


