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aber nicht getan. Nach und nach werden die Vorbereitungen für einen möglichen Angriff zur heiligen Handlung. In den Gärten werden Stühle aufgestellt, Drähte von Baum zu Baum gespannt. Tiefe Löcher sind gegraben. Schon bei Voralarm werden Koffer und Kleidung im Garten verteilt. Im Fenster liegen die im Haus einquartierten Ausgebombten und sehen zu, wie die noch Besitzenden versuchen, ihr Hab und Gut zu retten. Bitternis ist im Herzen, Angst bei denen, die noch zu verlieren haben. Wer von ihnen denkt noch weiter als über den Garten hinaus?
An die Front? An Schützengräben , in denen Landser im Tauwasser des Frühlings stehen? Das ist weit weg, und schon in wenigen Augenblicken kann der Krieg über den eigenen Gärten und Häusern sein. Wer möchte es ihnen verdenken, daß sie die Front vergessen. Die Vernichtung rückt näher. Schon surren die ersten Motoren; die Bomber übertönen den Schlachtenlärm in der Ferne. Die Gedanken ziehen immer engere Kreise und jagen zuletzt nur noch um das eigene Ich.
Oft ertappe ich mich selbst dabei, im Bunker, vor allem aber auf Reisen. Der Gedanke an meine Mutter vermischt sich mit dem an unser Haus es bedeutet für mich die Oase, jenen einzigen Ort, in dem wir uns durch ein langes Jahrzehnt die Freiheit bewahrt haben.
Aus wievielen Ängsten ist die Angst zusammengesetzt! Ich habe Angst davor, daß wir das Haus durch Bomben verlieren. Ich habe Angst vor der Gestapo . Ich habe Angst vor allen Schrecknissen dieser Zeit. Und doch gibt es Stunden, wo ich die Angst überwinde- seltene, glückliche Stunden! Sie lassen sich nicht herbeizwingen; sie sind da, wenn ich mich selbst vergesse.
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Am Karfreitag höre ich die Matthäuspassion. Abends schreibe ich an die Gefangenen: ,, Ich wünschte, ihr hättet mit mir in der Kirche sein können. Meine Gedanken waren bei euch.
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Diese herrlichen alten Instrumente! Bach war fromm, und weil er ein wahrer Diener Gottes gewesen ist, kann er auch uns näher zu Gott bringen. In schlichten Worten berichtet der Evangelist. Danach der Chor, der Gottes Sohn verhöhnt. Dann das Motiv: O, Haupt voll Blut und Wunden.' Sie singen es, als wir vom Evangelisten hören, daß Jesus geschlagen wurde. Vorher haben sie die gleiche Melodie gesungen mit dem Text:, Befiehl Du Deine Wege.' Das war, als sie Jesus nahmen und banden. Dann kommt das Motiv zum drittenmal als er am Kreuz stirbt-- piano mit Harfe: Wenn ich einmal soll scheiden, dann scheide ich mit Gott .'
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Doch dann bricht der Sturm los. Zuerst Drommeten; Gamben und Violinen fallen ein: Der Vorhang zerriẞ in zwei Stücke. Die Erde erbebte und die Felsen zerrissen!' Der Chor ist verstummt; nur die Violinen
schluchzen.
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Es war, als ob die Erde sich öffnen und uns alle verschlingen wollte. Ihr seid blind gewesen. Ihr habt die Wahrheit verleugnet.'
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