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Die deutsche Gestapo , die bei allen öffentlichen Kundgebungen zugegen ist, sitzt uninteressiert dabei. Zu spät erfährt sie, für wen die Glocken der mächtigsten Kirche Dänemarks geläutet haben.
Die Nachrichtenübermittlung der Gestapo hat in auffallender Weise versagt! Sabotage? Überorganisation des Riesenapparates? Wie ist es sonst zu erklären, daß der englische Sender am darauffolgenden Sonntag berichten kann, Frederiks Beisetzung in Oslo habe sich zu einer nationalen Kundgebung gestaltet!
Ich horche auf, als ich die Nachricht im Radio höre. Es ist nicht viel länger als eine Woche her, daß ich die Helgoländer Allee hinunterlief und dem eisernen Mann, dessen Hand den Knauf des deutschen Schwertes umspannt, einen übermütigen Blick zuwarf.
Am nächsten Tag schon war ich wieder ernster gestimmt. Nur einer kam fort, Björn und die anderen blieben zurück. Und noch eins kommt hinzu. Bei jedem Abschied empfinde ich es aufs neue, auf welchem unsicheren Grund wir, die zurückbleiben, stehen. Trotz des lärmenden Tages fühle ich, wie still es um uns wird, wie allein wir sind.
Auch Grüne hören den Englischen Sender! Eine Stunde später schon wissen die Kameraden von Frederiks Tod.
Als wir nach Rendsburg kommen, berichten wir dem Oberinspektor, was inzwischen geschehen ist. Vielleicht ist er der einzige in der Anstalt, der es noch nicht weiß.
,, Gönnen wir ihm die Ruhe," sagt er. ,, Wie wäre es wohl gekommen, wenn Frederik Ramm noch gelebt hätte? Am Tage, nachdem er uns verlassen hatte, rief die Gestapo aus Kiel an. Sie sagten, Frederik Ramm sei zurückzuhalten. Sie müßten ihn haben."
Der Pfarrer wirft mir einen Blick zu. Wäre das Paßbild nicht fertig gewesen, hätte die Abreise sich noch verzögert. Es war um Stunden gegangen. Unser Gefühl hatte uns nicht getäuscht. Aber auch diesmal wurde uns Hilfe. Hätte jener alte, freundliche Mann, der uns gegenüber am Schreibtisch sitzt, nicht genehmigt, daß das Paßbild schon vorher angefertigt wurde
Der Pfarrer steht auf und reicht dem Oberinspektor die Hand: ,, Ich danke Ihnen im Namen Norwegens !"
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Der Oberinspektor räuspert sich. Verlegen sieht er zu mir herüber. Aber ich sitze in sehr gerader Haltung auf dem Sofa. Ich muß mich zwingen, nicht auch aufzuspringen, um ihm die Hand zu schütteln. Er half uns, daß Frederik in Frieden sterben konnte. Wie dankbar sind wir, die im Dritten Reich leben, wenn sich in den Schmerz um den Verlust eines Freundes keine Bitterkeit mischt! Es ist hell im Zimmer, und ich fühle, daß meine Augen feucht werden. Ich drehe mich um noch nie.
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