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Die Hand knotet das Taschentuch und zerrt am Zipfel\ Zweihundert norwegische N.-N.-Gefangene! Zweihundert Mütter und Frauen warten.
Nur noch wenige Tage Geduld!
Mein Gesicht bleibt unbeweglich. Der Oberinspektor klopft seine Pfeife aus und sagt leise:„Übrigens,——. Noch einmal ein schneller Blick zur Tür.„Die Gestapo hat verfügt, daß diese N.———.” Verwirrt räuspert er sich und fährt hustend fort:„Norweger , meine ich natürlich. Gut— ‚also, daß diese Norweger noch ein Strafverfahren bekommen sollen. Viel- leicht wär es für sie besser, sie wären— das geblieben, was sie jetzt sind. Es wird nicht ohne einige Todesurteile abgehen."
„Wann wird die Verhandlung beginnen?"
„In einigen Monaten— frühestens Anfang Dezember."
Wie trocken der Oberinspektor das sagt! Als ob bis dahin überhaupt noch———. In einigen Monaten ist der Krieg zu Ende!
Im Besuchszimmer des Rendsburger Zuchthauses hängt an der einen Wand eine riesige Landkarte von Norwegen und Dänemark , an der gegen-
' überliegenden Wand ein großes Bild. Es zeigt einen weiten, braunen Acker.
An schweren Stiefeln klebt die feuchte Erde. Ein Landmann geht mit aus- ladendem Schritt über das flache Land und wirft die Saat aus. Er kommt auf uns zu, als ob er aus dem Bild heraustreten wolle. Der Blick. ist suchend in die Zukunft gerichtet. Aber auch vor ihm liegt noch braune -Erde, und über ihm wölbt sich’der Himmel undurchdringlich grau.
Wir rücken die Stühle so, daß die Gefangenen die Karte ihres Landes vor Augen haben. Unser Blick geht auf das Bild. Als der Himmel grauer wird, der Sommer sich in Herbst wandelt, als endlich schneidender Ost- wind um die vergitterten Fenster pfeift und wir’ noch immer wartenden Augen gegenübersitzen, da wird jenes Bild tröstliches Symbol des bibli- schen Wortes:„Die mit Tränen säen, werden mit Freuden ernten“.
Wir atmen freier als im Zuchthaus Fuhlsbüttel . Wir kommen unseren Freunden näher, auch im wörtlichen Sinne. Die Tür zwischen„hinten” und „vorn“ ist in Rendsburg aus Glas. Zwar vergittert, aber was macht das. Es wird uns zur Gewohnheit, die Gefangenen nach dem Besuch bis zur gläser- nen Tür zu begleiten. Wenn sich dann die Tür hinter ihnen schließt, sehen wir ihnen noch nach.
Sie gehen im Kreis durch die Zentrale, nicht einfach quer durch, Wir sind im Zuchthaus; jeder Schritt ist vorgeschrieben. Durch ein besonderes Mosaik der Steine ist auf dem Boden der Zentrale der Weg vorgezeichnet. Aber wenn sie den Kreis verlassen, um in eine der Zacken des Sterns ein- zubiegen, wenden sie sich noch einmal um. Denn da ist etwas, was nicht zum Zuchthaus gehört, ein letzter Gruß von draußen. Die Augen sagen: „Auf Wiedersehen.“ N\\


