ellen
ange
Un
er
hört
aus
fan
hme
nges
geht
eele
will!
nter
ich
ich ottes
da
Licht
a so
wird hls
ment
Here
Ein
der
ins
zu
Ge
scht
-tete
Störung in diesen letzten Tagen der Vorbereitung, der unstete Blick des Rechtsanwalts heute morgen. War in seinen Augen Angst, war es Trotz oder Überzeugung?
Oder beschwert mich der kalte Klang des Wortes ,, vorladen"?
Ich gehe über den langen Gang. Einige Gefangene stehen mit dem Gesicht zur Wand. Vor dem Zimmer von Fuchs bleibe ich stehen.
Da wird die Tür von innen geöffnet. Vor mir steht Hauptwachtmeister Wenck.
Sollte es das sein? Hat Wenck über mich ausgesagt? War es vielleicht die Schokolade? Oder die Unterhaltung? Unmöglich! Wenck war nicht dabei, und der andere Grüne hörte und sah nichts. Oder sollte einer der Gefangenen -? Mißtrauen überflutet mich! Sie erzählten von der Schokolade
-
Dies wahnwitzige Mißtrauen! Es ist die Krankheit unserer Zeit. Es ergreift uns, packt uns wie Fieber.
Wir nehmen Platz. Wenck bleibt dabei. Es ist also doch so!
Ich sehe aus dem Fenster. Die Gedanken arbeiten. Die Kastanie steht zeitlos im Hof. Die Kerzen sind erloschen. Der Baum ist über und über besät mit kleinen grünen Knollen. Die Blätter sind von sattem, staubigem Grün. Ich beobachte das alles, ohne es sehen zu wollen. Ich warte darauf, daß Fuchs beginnt.
Er sagt: ,, Es ist mir zu Ohren gekommen, daß Sie Feindbegünstigung
treiben!"
Feindbegünstigung
-
ein gefährliches Wort! Aber ruhig bleiben. Ruhig! Vom steinigen Hof dringt das schlurende Klappern der Holzpantinen. Feindbegünstigung! Eine große Arbeit steht auf dem Spiel.
Gelassen blicke ich zu Fuchs hin. Ich bemühe mich, meiner Stimme einen eisigen Klang zu geben, als ich antworte: ,, Feindbegünstigung? Sie täten gut daran, bei der Wahl Ihrer Worte mehr Vorsicht walten zu lassen!"
- Fuchs schwillt an: ,, Ich scherze hier nicht! Was denken Sie sich eigentlich? Wenck berichtet mir, Sie hätten bei dem Besuch auf Schülp zuge-. lassen, daß der Pfarrer aus dem Testament vorlas. Sie wissen ebensogut wie ich, daß seelsorgerliche Betreuung verboten ist."
Ich fühle, wie ich erbleiche. Das war es also! Wieder sehe ich uns auf der Holzbank sitzen und spüre den Blick des Grünen, als der Pfarrer das Testament öffnet.
Wenn die Gestapo davon erfährt, ergeht es mir schlecht. Alle Farbe ist aus dem Gesicht gewichen. Die Hände klammern sich ineinander.
Der Grüne ist dabei gewesen. Das Testament hätte geschlossen bleiben müssen. Ich habe einen Fehler gemacht. Doch noch ist nicht alles verloren!
107


