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Halt Wacht im Dunkel / Hiltgunt Zassenhaus
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Augenblick danke ich Gott , daß seine Mutter ihn nicht besuchen darf. Könnte sie sonst je den Ausdruck der Verlassenheit vergessen, der Björns Gesicht prägt? Aber bald kommt ein Brief vom norwegischen Pfarrer aus - Und Hamburg ; in dem steht: ,, Björn geht es den Umständen nach gut." in drei Wochen schreibt dir Björn selbst: ,, Mach Dir keine Sorgen um mich, Mama!"

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Wo

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,, Heil Hitler !" Das schwere, eiserne Tor schließt sich hinter uns. Das Leben nimmt uns wieder auf.

Schweigend biegen wir in die Allee, die sich entlang der Zuchthaus­mauer zieht. Die Straße ist leer. Es ist ein stiller Sonntagabend. Nur in den Vorgärten spielen einige Kinder. Ein kleiner Junge wirft seinen Ball gegen die Mauer. In einem der gegenüberliegenden Häuser beugt sich eine Frau aus dem Fenster und ruft: ,, Vorsicht! Wirf den Ball nicht zu hoch. Sonst fliegt er über die Mauer."

,, Ach, Mutti!" antwortet das Kind. Übermut wirft es den Ball immer höher.

,, Die ist ja so hoch." In seinem

Die Linden duften. Ein Meer von zartgrünen Blättern verdeckt die schmutzig- sattrote Farbe der Steine. Es wird Sommer. In der Ferne die dumpfen Schläge einer Turmuhr. Siebenmal.

Noch eine halbe Stunde, Björn. Dann hakst du die Kette ab und läßt die Pritsche herunter. Warum kauerst du dich so fröstelnd zusammen? Es wird Sommer, Björn!

Ein schwerer Lastwagen holpert über die steinige Straße die Allee her­unter, vollgepackt mit Soldaten. Wir bleiben stehen und lassen sie an uns vorüberfahren. Feldgraue Uniformen. Grau die Kappe und grau die Gesichter, eins sieht aus wie das andere. Wesenlose Gestalten. Seid Ihr. die Sklaven des Mannes, der Baumeister sein will? Habt Ihr diese hohe Mauer erbaut?

Die Gesichter geben mir keine Antwort.

Holzpantinengeklapper in der Ferne. Wir drehen uns um. Das Tor des Zuchthauses hat sich geöffnet und läßt einen langen Zug von dunklen Ge­stalten heraus. Sie wandern in der Mitte der Allee. Auf dem Fußsteig zu beiden Seiten Wachtmeister mit übergeschultertem Gewehr. Nur langsam bewegt sich der Zug vorwärts. Die Straße fällt etwas ab. Es ist, als ob sich die Gefangenen zu einem einzigen, im müden Rhythmus schreitenden Körper vereint hätten.

Wir warten den Zug der Gefangenen nicht ab. Für heute genug! Wir können mit euch sprechen. Wir können euch sagen, daß wir mit euch warten. Wir werden euch bitten: Habt Geduld!

Aber werden eure Augen nicht antworten: Wir warten schon so lange. Was nützen eure Worte? Jeder Tag ist ein Kampf. Gebt uns Brot, denn

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