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über die Klinke. ,, Vor zwei Jahren hielt ich zum letztenmal eine Klinke in der Hand."
Das strahlende Lächeln in Viggos Gesicht erstarrt. ,, Wenn ich die Tür öffne sind wir wieder. Gefangene."
-
,, Laẞt uns geduldig sein!" sagt der Pfarrer. ,, Norwegen wartet auf seine besten Söhne."
Die Klinke geht herunter. Nur zögernd öffnet sich die Tür. Da wendet sich Olaf noch einmal um. ,, Ich danke Ihnen", sagt er zu mir und geht.
Auf dem Gang stehen vier Gestalten wie leblos mit dem Gesicht zur Wand. Ich trete näher zu ihnen heran und beuge mich vor. Die Gesichter kenne ich doch?
Sie sind es und sind es nicht. Die Nase ist eingedrückt. Doch, daß muẞ Ejvind sein! Und diese großen, fragenden Augen, dieser schweigende Mund? Ist das nicht Björn? Der hochaufgerichtete ältere Mann gleicht Frederik, und Rolf hatte genau so ein kühngeschwungenes Profil wie jene Gestalt, die blicklos vor sich hinstarrt. Meinte der Pfarrer diese weseniosen Gestalten, als er zu mir sagte, daß jeder Gefangene seine Geschichte habe?
Träume ich nur? Fast scheint es so. Sah ich nicht noch vor wenigen Sekunden in strahlend lächelnde Augen? Suchend sehe ich mich um. Auch Christian, Olaf und Viggo stehen mit dem Gesicht zur Wand.
Sind ihre Augen wirklich blicklos zur Wand gerichtet?
Nun spüre ich, daß es anders sein muß. Ihr Blick geht nach innen. Auch hinter Mauern glimmt das Leben weiter!
,, So einen Sonntagnachmittag möchte ich auch mal haben!" Hauptwachtmeister Rabbeler tritt aus dem Geschäftszimmer heraus. ,, Unsereins macht Dienst, und die Herren Gefangenen bekommen Besuch."
,, Die Leute haben aber auch lange genug gestanden!" wende ich ein. ,, Ihnen merkt man an, daß Sie zum erstenmal in einem Zuchthaus sind", meint Rabbeler. Gefangene sind froh über jede Abwechslung und sind dankbar, wenn sie hier auf dem Gang stehen dürfen. Wenn es nach mir ginge
Rabbelers Worte gehen unter im Holzpantinengeklapper. Die Tür am Ende des Ganges wird aufgeschlossen. Ein Hilfswachtmeister kommandiert: ,, Los! Rein mit euch!" Hauptwachtmeister Rabbeler ruft dem Grünen nach: ,, Heinrich, du hast jetzt ja Dienstschluß. Da kannst du das Fräulein und den Pfarrer mit hinausnehmen."
Der Hilfswachtmeister dreht sich um. ,, Wen rausnehmen?" Ungeduldig läßt er den Schlüssel gegen die eiserne Tür klirren. ,, Erstmal hinein mit euch in die Zelle. Los! Los!"
Björn geht als letzter an dem Grünen vorbei. Er macht eine halbe Wendung und wirft uns noch einen Blick zu. Ein schwaches Lächeln, eine stumme Frage der Augen. Björn ist nicht älter als neunzehn! In diesem
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