Wie klar der Himmel auf der zweiten Fahrt war, singt das Blut, während die Hände den Hals des Kalfaktors würgen. Mein Gott, stehe ich nicht auch hier an der Front!
Viggo steht auf. Er nimmt Tarald bei der Hand und drückt ihn sanft auf den Schemel. Dann holt er die Schüssel des Kalfaktors. Aus dem Spind nimmt er den hölzernen Löffel, tunkt mitten hinein in das Dicke und schiebt dem verwirrten Tarald den ersten Bissen in den Mund.
Langsam erhebt sich der Kalfaktor. Am schmutziggrauen Kittel klebt die gelbgrüne Lache. Er stopft ihn in den Spind. Nur noch die Jacke spannt sich über den Bauch. ,, Das soll dir teuer zu stehen kommen!" murmelt er.
,, Du siehst schlecht aus, Viggo!" sagt der Pfarrer.
,, Ich war im Arrest."
Es klopft an die Tür.
,, Herein!"
,, Reichen Sie uns die Leute heraus", fordert mich ein Grüner auf. ,, Sie müssen auf Nachtschicht."
,, Nur eine Minute noch."
Der Pfarrer schlägt das Testament auf und liest: ,, Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft und der Liebe und der Zucht."
Kostbare sechzig Sekunden! In den Gesichtern ist Leben. Sie lächeln. Nur die Gittergardinen, der Staub auf dem Tisch und die zerlumpten Uniformen gehören dem Zuchthaus. Olaf, Christian und Viggo sind frei wie wir.
Ist das Besuchszimmer je grau gewesen? Durch das offene Fenster flutet das Sonnenlicht unbeirrt von den Eisenstäben.
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,, Es ist, als habest du ganz Norwegen mit dir gebracht", sagt Christian. Wirst du wiederkommen?" fragt Viggo den Pfarrer. ,, So oft es nur geht."
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,, Für die Kameraden und mich im Zuchthaus wird mit diesen Besuchen eine neue Zeitrechnung beginnen." Christians Ärmel fährt mit einer raschen Bewegung über die Holzplatte des Tisches. Eine Wolke von Staub wird in die Sonne gefegt. Wie der Staub jetzt tanzt!
Olaf tritt ans Fenster. ,, Nun erscheint mir alles so unwirklich Zuchthaus, die Zelle und die Kälte. Nur eine Wirklichkeit lebt: Nor wegen und die Freiheit!"
,, Die Freiheit!" wiederholt Viggo. Sein Blick geht über den endlos blauen Himmel.
,, Die Freiheit!" sage ich. Niemand hört es. Hochaufgerichtet stehen die drei vor dem norwegischen Pfarrer. Wir stehen an der Tür. Wir schütteln einander die Hand. Viggo greift schon zur Klinke der Tür. Doch er läßt sie wieder los. Nur einen Augenblick, nur eine Sekunde noch frei sein! Tief atmet er auf. Dann fährt die Hand
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