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für uns gekommen sei. Viele Kameraden waren auch im Schutze des Flie- geralarms geflohen. Nur wenige waren erkannt und wieder eingefangen worden, um sofort erschossen zu werden. Mit geballter Faust und zusam- mengebissenen Zähnen ging es weiter, die letzten zehn Kilometer. Unsere Hoffnung, daß uns die Russen noch vor Erreichen des Bahnhofs einkreisen würden, war wieder entschwunden. Jetzt hofften wir, auf dem Bahnhof von den Russen erreicht zu werden. Wir marschierten langsamer, es ging mit unseren Kräften zu Ende, Wir glaubten aber auch, daß wir durch unser Ver- zögern die„Russen zum beschleunigten Eintreffen herbeirufen würden. Immer mehr waren von uns zurückgefallen, immer größer waren unsere Verluste geworden. Von einer Kolonne Frauen, die ehemals 600 Köpfe gezählt hatte, waren nur noch knapp 50 übrig geblieben. In gleicher Weise war die Zahl der männlichen Häftlinge gesunken. Von ungefähr 35000, die beim Abmarsch gezählt waren, waren jetzt noch ca. 20000 vorhanden.
Ganz plötzlich standen wir im Dunkel der Nacht vor einem Bahnhof. Auf einer weißen Tafel entzifferten wir die Buchstaben:„Loslau ”. Der Marsch war zu Ende. Der Todesmarsch, der vielen Tausenden von Häftlingen das Leben gekostet hatte. Tausende lagen in den Wäldern Polens und noch mehr haiten ihre letzte Ruhe in den Gräben zu beiden Seiten der Land- straße gefunden. Wir ermahnten uns, weiter durchzuhalten, wir woliten nicht dem gleichen Schicksal verfallen.
Endlich waren wir glücklich in die Waggons gekommen. Viel weiter hätte man uns nicht mehr treiben können, dann wären wir alle unterwegs„ge- storben”, In jeden Waggon, in welchem der Schnee 40 Zentimeter hoch lag, der noch dazu gefroren war, wurden 60 Häftlinge hineingetrieben. Wir drängten uns zusammen, so gut es ging. Einer wärmte den andern. Durch unsere Wärme begannen Eis und Schnee zu schmelzen, die Kleider waren hart gefroren. Ermattet und völlig erschöpft lagen wir, so gut es ging, neben- und übereinander. Es kümmerte sich auch niemand um den andern. Wir waren still geworden. Und wir verspürten nicht mehr, ob neben uns ein Toter oder ein Lebender lag. In den schweren Tagen dieses Mar- sches waren wir abgemagert, und es war fast nicht zu glauben, daß sich Menschen in wenigen Tagen so verändern können. Mitten in unserem jäm- merlichen Kreise saß mit aufgepflanztem Bajonett ein„Beschützer des Tau- sendjährigen Reiches”. Der herrlichste Verbrechertyp eines SS.-Banditen. Vier Tage waren seit dem Abmarsch vergangen. Wir hatten nur Brot, etwas Margarine und Wurst bekommen, aber immer noch kein warmes Essen. Weiter rollten die Züge nach Deutschland hinein. Der Kanonendonner war verhallt und der Glaube an eine Befreiung war verschwunden. Städte und Dörfer zogen an uns vorbei. Niemand kannte unser Ziel. Die Menschen, die unsere Züge an sich vorüberfahren ließen, konnten das mahlose Leid und das große Elend der transportierten Menschen nicht erkennen,
Wir passierten Breslau , Liegnitz und Weimar im Schnellzugstempo. Immer noch wurden wir von dem Gedanken gequält, wohin es gehen möge.
Die Bremsen quietschten. Der Zug hielt, Die Lokomotive wurde gewech- selt. Herrlicher Sonnenschein lag über dem Bahnhof. Als die Maschine ge- wechselt war, ging es auf einem Nebengleis weiter. Ein Zug kam an uns vorüber. Auf einem Schild, der an einem der Waggons angebracht war, lasen wir:„Pendelverkehr Weimar—Buchenwald”,
Wie ein Stich ging es uns durchs Herz. Wir waren im Herzen Deutsch- lands, in Thüringen . Wir waren auf dem Wege zu dem berüchtigsten aller Konzentrationslager„Buchenwald”.
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