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Wir drängten uns zusammen. Wir klammerten uns aneinander.-- Da,-- wieder ein Rollen und Stoßen. Neue Steinmassen. Zwei Kameraden waren mitgerissen. Von Steinen begraben. Nun waren wir nur noch acht. Wir konnten uns nicht mehr rühren. Auf Hilfe wartend, standen wir eng aneinandergepreßt. Lebend begraben.-- Es konnten Stunden vergehen.
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Mit einem Male merkten wir, daß sich die Decke über uns senkte. Schnell rutschten wir einer nach dem anderen in ein sich bildendes Loch. Und, kaum hockten wir dort, erneutes Prasseln.-- Die Decke senkte sich, sie fiel ein.- Helles Licht erfaßte uns.-- Gerettet! Schnell hinaus.-- Bevor ein neuer Einsturz folgte. Erschöpft,-- noch ohne Luft, waren wir herausgekrochen, wir waren umgefallen,-- da schlugen schon Jünemann, Sperling und der Schrecken der ganzen Grube, der Betriebsführer Woitek, ein Volksdeutscher, mit harten Schlägen auf uns ein, daß wir bewußtlos liegen blieben. Zwei Stunden später wachten wir auf. Vollkommen nah, die schwere Lampe hinter uns herziehend, krochen wir auf den Knien vorwärts. Kameraden entdeckten uns und trugen uns zum Schacht. Vier Tage stand die Förderung still. 3000 Tonnen Kohle konnten nicht gefördert werden. Nach großen Schwierigkeiten wurde die Einbruchstelle beseitigt. Wir wurden angetrieben, das Versäumte nachzuholen. Die Steiger sprangen wie wild umher.
Aber nur zwei Tage währte die Freude, und wieder erfönte das Signal: „ Einbruch in der Wand".
Wie mit den Menschen Raubbau getrieben war, so war auch mit allen Werkzeugen Schindluder getrieben worden.-- Fördern,-- Fördern!" hieß es. Jetzt aber streikten zuerst die Bänder und Motoren. Es war zuviel Kohle abgebaut" worden,--, verbaut" und abgesteift" aber wenig. Das rächte sich jetzt. Einbruch auf Einbruch folgte. Hier nützte kein Schimpfen und Brüllen der SS. - Bestien mehr. Die Naturgewalten widersetzten sich. Die beiden letzten Toten forderten Rache.
Als dann endlich die Reparaturen fertig waren, kam eines Tages der dickwamstige Direktor Heine und sagte:„ Die Kohle ist der einzige ⚫ Garant des Sieges, das einzige Produkt, das die Front speist". Alles war jedoch immer nur für kurze Zeit. Wir schaufelten, schaufelten, bauten ab, steiften ab,-- förderten Kohlen, wir mußten weitere Ueberstunden leisten.-- Und die Bänder rissen weiter. Waren die polnischen Zivilisten daran beteiligt? Halfen sie, ihr Vaterland zu befreien?
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Wir wurden gequält und geschlagen.-- Die Bänder rissen doch.-- Die Verhältnisse wurden täglich schlechter. Die Häftlinge wechselten. Viele fielen wegen Krankheit und Schwäche aus. Sie kamen nach Auschwitz . Und der technische Direktor, Dr. Nagel, sagte:„ Es kommt ja auf einige garnicht an, denn von diesem Mistzeug gibt es noch genug im Lager!"
Es gab weder Sonntage noch Feiertage mehr. Die Arbeit ging ununterbrochen weiter. Wir sahen nur noch Kohle um uns. Am Tage und auch während der wenigen Stunden Schlaf.
Von 25 Häftlingen in unserem Revier waren wir nur noch fünf. Nicht nur die Neuankömmlinge hatten wir eingebüßt, nein, auch unsere besten Kameraden.
Im Oktober 1944 holte man die letzten Kohlen aus diesem Revier heraus, aber nicht darum, weil keine Kohlen mehr da waren, sondern weil alle Decken eingestürzt waren. Die Häftlinge und die Polen wurden als die Schuldträger" bezeichnet, wir hätten die Stempel und die sonstige
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