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Die Steiger, die wie Heerführer im Wahn für den Sieg im Dunkel der Grube herrschten und regierten, hatten uns immer wieder darauf aufmerk- sam gemacht, daß die Kohle das„GoId" Deutschlands sei, und daß bei uns in der Grube eine zweite Front errichtet wäre, die die erste Linie zu versorgen hätte.
Fahrsteiger Jünemann, ein 35 jähriger blonder Nazibandit, dessen Ge- sicht den Ausdruck eines gemeinen Verbrechers widerspiegelte, war der „Schlächter" von Brzeze. Er und seine beiden Adjutanten, die beiden volksdeutschen Steiger Rubel, ein ehemaliger Friseur und glühender Anti- semit aus Auschwitz , und der Grubenspezialist Bestron, ein noch fanati- scherer Antisemit, waren die Gewaltigen unserers Reviers. Bessere Menschen- schinder konnten nicht gefunden werden.
In der Grube herrschte ein unbeschreiblicher, menschenaufreibender Be- trieb. Signale über Signale. Leise Lichtsignale und lautes Sirenengeheul. Dazwischen hämmerten die Maschinen, die Motoren ratterten. Die Schaufeln klirrten. Ein Chaos von Tönen.
An der Verladestation stand der Fahrsteiger und starrte stundenlang auf die heranrückende Kohle, die sich vom Laufband wie ein Wasserfall in die Ein-Tonnen-Wagen stürzte. Ständig wurde die Anzahl der gefüllten Wagen fernmündlich an die Direktion gemeldet.
Fiel ein Stück Kohle daneben, dann schlug der Fahrsteiger wie wild auf die Häftlinge oder auf den in seiner Nähe stehenden Zivilisten ein.
Die Motoren, die Maschinen und Rutschen liefen schon seit Monaten fast ohne Schmiermittel. Sie quietschten jämmerlich. Aber,-- es muhte geför- dert werden. Fahrsteiger Jünemann konnte am laufenden Band jede Ar- beitsleistung kontrollieren. Sobald das Band nur wenig oder in einer kleinen Erholungspause gar keine Kohlen heranbrachte, dann stürzte er sich wut- entbrannt, Schaum vor dem Munde, auf uns zu und überschrie sich:„Ihr Schweinehunde, Ihr Saujuden, Ihr verfluchten Polen , Ihr Banditen,-- das ist Sabotage!"-- Kaum noch konnte er sprechen. Ein junger Pole antwor- tete einmal:„Das Band ist gerissen!"-- Da schlug ihn der Fahrsteiger nieder und rief:„Halt die Schnauze, du Hund!”
Schon kamen die Nähmaschinen heran. Der Kampf um die Sekunde be- gann. Wie bei einem Autorennen in Sekundenschnelle die Reifen ge- wechselt werden müssen, so mußten hier die Bänder geflickt werden. Die Steiger standen hinter uns, sie brüllten und schlugen mit schweren Stöcken auf unsere Köpfe, als ob diese Schläge uns ermuntern würden.„Schnell, schnell, schnell,-- wir brauchen Kohle.”
Die Näherei war beendet. Das Band lief wieder. Jetzt wurden wir ange- trieben, das Versäumte nachzuholen. Wie Irrsinnige sprangen die Steiger zwischen uns herum.„Schaufeln, schaufeln!”, ertönte es überall.
Nach zehn Minuten war das Band erneut gerissen. Jünemann, der Ge- waltige von Brzeze, war außer sich. Er warf sich auf die Kohlen, wühlte in seinen Haaren und sprang wieder auf.
Noch einmal war der Schaden bald behoben. Doch der SS. -Gewaltige Jünemann rief:„Meine Kohle, meine Kohle, fünf Tonnen weniger als ge- stern um diese Zeit!" Er hielt die Uhr in der Hand. Der Schweiß rann ihm über Stirn und Augen. War es ausbrechender Wahnsinn?-- Müde hielt er sich an einem Stempel fest, den Kopf nach unten gerichtet.
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