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Das wahre Gesicht Hitler-Deutschlands : Häftling Nr. 59 000 erzählt von dem Schicksal der 10 000 Juden aus Baden, aus der Pfalz und aus dem Saargebiet in den Höllen von Dachau, Gurs-Drancy, Auschwitz, Jawischowitz, Buchenwald / Rolf Weinstock
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zen das Totenkopfzeichen trugen. Für uns ein schaudernder Anblick. Die Verbrecher der SS. waren wieder da. Erst jetzt erkannten wir den Unter­schied der schwarzen Unifom unserer Posten zu der Uniform der SS.

Nach Stunden qualvoller Fahrt trafen wir in Orleans ein. Es ging auf die Metropole Frankreichs , auf Paris zu. So hatten uns auch unsere Posten ge­sagt. Nur kurz war der Aufenthalt in Orleans . Dann ging es wieder weiter. Abermals war unsere Annahme, wohin wir kämen, schwankend geworden. Dorf um Dorf und Stadt um Stadt zogen an unseren Augen vorüber. Wir fuhren weiter durch Wälder und Felder, an Wiesen und Gärten vorbei. In weiter Ferne sahen wir Sperrballone. Ein Zeichen des Krieges, ein Schutz gegen Fliegerangriffe. Immer näher kamen wir Paris ... Die Vorstädte rück­ten heran. Haus an Haus war zu sehen. Schwarze Dächer, große Schornsteine, alle Anzeichen einer Großstadt nahmen unsere Blicke gefangen.

Das Wahrzeichen von Paris , der Eifelturm, wurde sichtbar. Die Trikolore Frankreichs war eingezogen. Dann fuhren wir in einen Bahnhof hinein, in dem mehrere hundert Gleise ein Schienenmeer bildeten. Wagen über Wagen, die nach allen Himmelsrichtungen fahren sollten, standen dort. Auf einer großen Tafel lasen wir in schwarzen Buchstaben: Drancy- Le Bourget". Hier befand sich auch der Flugplatz Le Bourget", auf welchem in früherer Zeit Minister aller Länder und hohe Staatsmänner mit ihren Maschinen landeten, um Verhandlungen für Frieden und Völkerverständigung zu führen.

Jetzt aber landeten dort nur jene Maschinen, die der Welt Elend, Tod, Untergang und Barbarei gebracht hatten. Die Bremsen quietschten, aus den Achsen stieg Dampf auf, denn Schmiermittel waren ja kaum vorhanden. Ge­spannt harrten wir der Dinge, die da kommen sollten.

Pariser Polizei hatte den Bahnhof abgesperrt. Große Verkehrsomnibusse standen zum Weiterfahren bereit. Nach den üblichen Anordnungen Aus­steigen! Aussteigen!" standen wir zusammengeschart. Um uns herum liefen Zivilisten, die Listen in ihren Händen hin- und herschwangen und uns, deutsch sprechend schnell, schnell", anbrüllten.

Je 25 Menschen mußten einen Omnibus besteigen. Die Zivilisten, die uns drängten und stießen, trugen, wie ich feststellen konnte, das Parteiabzeichen der NSDAP auf der Brust. Es waren die Unterhändler der SS. und der Gestapo . Es waren die Beamten, die für Führer, Volk und Vaterland" ihre Pflicht tun mukten.

Omnibus um Omnibus rollte davon. Den Parisern schien dieses ein all­täglicher Anblick zu sein. Sie beachteten uns nicht und gingen ruhig ihres Weges. Zeitungen wurden ausgeschrieen, doch die Pariser drängten sich nicht, diese Zeitungen zu kaufen. Waren es doch nur Zeitungen, die von glorreichen deutschen Siegen der Nazis sprachen.

Beim Hinausschauen durch die Fenster erblickten wir auch Angehörige anderer Wehrmachtsteile. Aber entgegen allen Meldungen, die man auch uns so oft erzählt hatte, konnte ich keine Freude der deutschen Soldaten über ihre Anwesenheit in Paris erkennen.

Ganz plötzlich sahen wir große Fabrikanlagen vor uns. Die Autos bogen um eine Ecke. Und gerade während einer Schichtablösung fuhren wir auf den Hof des Konzentrationslagers Drancy ".

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