Und zu all unserer Vereinsamung dieses stimmungsdrückende Wetter. Es war, als ob die Stimmung das Glück von uns fern hielt. War aber einmal einer der Lagerinsassen durch einen Brief oder durch einen anderen erfreulichen Umstand in eine fröhliche, ja glückliche Stimmung versetzt, so hoffte gleich das ganze Lager, denn mit Windeseile wurden alle Worte weitergetragen. War es dann aber nichts, warteten die Menschen einen oder zwei Tage vergeblich,-- auf was,-- das wußten sie selbst nicht,-- dann kehrte sofort wieder die Hoffnungslosigkeit ein. Und alles Lachen war dahin. So stieg die Stimmung und fiel sie auch wieder.
Wir Lagerinsassen, die arbeiten konnten, suchten uns Beschäftigung und erhielten uns damit unsere Hoffnung, daß es einmal wieder anders werden müsse. Aber die Kranken oder die Lagerinsassen, die einfach zu keiner praktischen Tätigkeit fähig waren, die waren zu bedauern, sie gingen hoffnungslos dem Verfall entgegen, denn der Pessimismus frift die Menschen auf. Diese armen Menschen wurden menschenscheu, sie mieden Luft und Sonne und suchten das Dunkel. Ich sehe sie noch heute auf den Bettkanten sitzen und trübsinnig vor sich hinblicken. Sie hörten und sahen nichts, sie waren an allen Sachen unbeteiligt, und sie wünschten den Tod herbei.
Und zu diesen Menschen zählten überwiegend die Angehörigen der geistigen Berufe wie Lehrer, Professoren, Aerzte und Wissenschaftler aller Arten. Sie waren es, die sich nicht in die Situation finden konnten und schnell alle Kultur verloren. Sie wuschen sich nicht mehr, sie sanken herab. Wie Wahnsinnige, mit stieren Blicken, gingen sie umher.
Ich und einige Leidensgenossen, wir bemühten uns auf jede Weise, ihren Lebensmut neu zu entfachen. Wir erinnerten sie an ihre Leistungen, die sie bereits vollbracht hatten, wir packten sie mit der Ehre,-- sie hätten der Welt noch viel zu geben. Es war alles vergeblich. So gingen Männer von ehemals hohem Rang elend zu Grunde. Auf verlausten Strohsäcken, auf welchen schon viele Tote gelegen hatten, sind sie elend verhungert. Ohne Kampf sind sie aus dieser Welt der Tyrannei gegangen.
Aber auch sonst lernten wir in unserem Lager mancherlei Menschen kennen. Von den Glücklichen, die hin und wieder Pakete bekamen und den Inhalt mit Bekannten teilten, will ich nur kurz sprechen. Es war ja nur Menschenpflicht, nur Leidenskameradschaft. Aber gerade, weil von dieser Sorte Menschen nur wenige vorhanden waren, sei ihrer mit Dank gedacht. Doch die anderen, die jede gute Mitteilung geheim hielten, ihre Leidensgenossen nicht teilnehmen ließen an Glück und Freude, ihre Pakete verbargen und es vermieden, darnach gefragt zu werden, sie förderten den Neid und den Streit, die Gedanken an die Ungerechtigkeiten dieses Lebens. Wie häßlich hörte sich das Rascheln von Papier an, wenn die Paketempfänger in der Nacht die Tüten öffneten und aßen.
Welchen Glauben aber hatte meine Mutter! Im April erkrankte sie. Die Schmerzen des Rheumatismus quälten sie Tag und Nacht. Heiße Lehmbeutel verminderten die Schmerzen. Aber sie war und blieb geduldig und immer hoffnungsfroh. Wie oft muß ich daran denken, wenn sie ihr Haupt an meine Brust lehnte und, indem sie zart über meine Haare strich, dabei sagte: " Ich bin glücklich trotz allem Leid, weil wir zusammen sind. Wer weiß, wie lange wir dieses Leid noch ertragen müssen. Aber dennoch, ich will stark und fest bleiben, denn ich will meine Kinder wieder um mich haben." Sie glaubte und machte auch mich immer wieder stark.
Es w chen, die Vä
des D Schrein kamen
erklärte
Ges
Weinst
Station
ein Sp
hoffe,
Station
mitgeg
behebe
einige
lasse i Auswe und au werde.
Dann
so übe
so schn Fragen komme wir uns
ein we
sere A
Doch Mutter.
sie sich
Alsd
„ Eine
ter jet
erfreut
Der
gings.
ten, du
dem La aufsi Die und in
ber un
über ei hindur
bedeck Uns
Wir wa
gespro da.--
54


