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Das wahre Gesicht Hitler-Deutschlands : Häftling Nr. 59 000 erzählt von dem Schicksal der 10 000 Juden aus Baden, aus der Pfalz und aus dem Saargebiet in den Höllen von Dachau, Gurs-Drancy, Auschwitz, Jawischowitz, Buchenwald / Rolf Weinstock
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Ihr habt es ja besser wie meine SS.,-- und dann die prima Verpfle­gung", sagte Himmler mit zynischem Lächeln, wobei seine Augen hinter den dicken Brillengläsern verräterisch zuckten und schnell von einem Punkte zum andern wanderten.

Was hätte dieser Mann auch anders sagen können. Diese Generalbestie, die von Hitler eigens für solche Zwecke ,. für die Vernichtung und Er­mordung großer Volksteile,-- eingesetzt war.

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Indessen besichtigte Julius Streicher ein besonderes auf dem Appellplatz angetretenes Kommando. Er suchte einige Häftlinge heraus, die ihm für seine Schmierzeitung geeignet schienen,-- und ließ sie fotografieren. Bei dieser Besichtigung versäumte Streicher nicht, viele unmoralische, den sitt­lichen Tiefstand Streichers verratende Fragen zu stellen, die ich hier nicht wiedergeben will.

Das war ein Besuchstag.

Ein Tag der Erleichterung von bestialischer Behandlung, und deswegen ein Tag des Glücks für uns. Deswegen.-- Und weil wir wußten, die unter­brochenen Qualen und Leiden würden uns nun in der kommenden Zeit noch viel härter treffen, denn Himmler hatte ja alles gut" befunden.

Also, dann konnte es die Hitler - Soldateska vielleicht noch besser machen! Wir rechneten damit.

Himmler fuhr mit dem unschuldigsten Gesicht wieder ab.-- Es hatte alles geklappt. Der Stürmer" würde nur Gutes vom Lager und das Schlech­teste von den Lagerinsassen berichten.

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Mehr wollte man nicht.

Und Himmler, dieser Zyniker, wußte, daß seine Befehle:" Vernichtet die Häftlinge", nun umso grausamer durchgeführt würden.

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SS. - Glanzleistungen

Sechs Wochen marschierten wir nun schon, das heißt: sechs Wochen wur­den wir täglich in Schnee und Kälte herumgehetzt. Eine große Zahl der Häftlinge war ausgefallen, sie waren den Strapazen zum Opfer gefallen. Sie hatten den gesundheitsfördernden Außendienst" nicht ausgehalten.

Es war Mitte Januar 1939, ein starker Schneefall hatte eingesetzt. Die " Marschierübungen" waren eingestellt. Trotz ihrer hohen Stiefel betraten die SS. - Mannschaften nur selten die Lagerwege.

In diese Ruhe hinein dröhnte mit einem Male der Lautsprecher: Sofort den Schnee beseitigen, zunächst die Straßen. In einer Stunde muß alles beendet sein!"

Die Capos", die Oberhäftlinge, welche für die sofortige Ausführung solcher Befehle verantwortlich waren, führten uns nach der Gerätekammer. Dort wurden Schaufeln und Schubkarren herausgegeben. Die Arbeit be­gann. Natürlich schon unter den Schlägen der Capos.

Ein neuer Schneesturm setzte ein.

Dann aber, es waren noch keine dreißig Minuten seit Beginn der Arbeit vergangen, begann die Hauptschlach t". Im Schutze des Schneesturmes und bekleidet mit weißen Mänteln, hatte sich eine Anzahl der SS. - Banditen an uns herangeschlichen. Ganz plötzlich sausten die Gummiknüppel auf

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