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Milliarde Reichsmark für das Attentat auf den Legationsrat von Rath auferlegt wird. Einzelaktionen haben jedoch zu unterbleiben."
Die Welt war in Aufruhr. Meldungen über Meldungen in allen Sprachen rasten um den Erdball. Deutschland stand wieder einmal im Mittelpunkt des Weltgeschehens. Mit Empörung und Abscheu nahm die Welt von den schrecklichen Maßnahmen gegen die Juden Deutschlands Kenntnis.
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Geheimbefehl
Trotz dieses Appells und trotz der scharfen Befehle von Dr. Goebbels gingen die Verhaftungen der Juden indessen systematisch weiter. Am gleichen Tage, gegen sechs Uhr abends, ereilte auch mich das Schicksal. Auf meine Frage, wohin ich komme, erklärte mir der Gendarm:" Kommen Sie nur mit, es passiert Ihnen nichts, wir sind nicht so wie die Juden." In einem roten Mercedes- Auto wurde ich in das bereits überfüllte Gefängnis von Speyer am Rhein gebracht. Ich kam in eine voll gestopfte Zelle. Als ich hineingeführt wurde, sah ich nur angsterfüllte Gesichter. Mit den Augen fragten mich meine Leidensgenossen:„ Immer noch mehr? Wohin kommen wir? Was wird aus uns werden?" Stumm standen wir nebeneinander und dann begann ein Rafen. Der Reihe nach blickte ich in die Augen der anderen. Es war mir, als ob meine Fragen, die mich still bewegten, auch auf deren Lippen standen.„ Bleiben wir hier? Kommen wir weg?" So ging es ohne Worte hin und her. Nur hin und wieder hörte man leises Flüstern. Dann wieder Stille. Zusammengepfercht waren hier Menschen von 16 bis zu 80 Jahren. Alle harrten der Dinge, die da kommen sollten. Als eine kurze Zeit vergangen war, wurde auch mein Chef hereingeführt. Auch ihn hatte das Schicksal getroffen. Leise Seufzer umwogen uns. Gedanken und Sorge um unsere Angehörigen bereiteten uns große Qualen. Wir wußten ja nichts von ihnen, wir alle waren auseinandergerissen.
Als es dunkel geworden war, öffnete man die Zellentüren und sagte uns: " Sie kommen weg!" Ein Fragen hub an:" Wohin, wohin?" Eine Antwort gab es nicht. Und wieder war eine Stunde vergangen, als sich die Pforten öffneten und wir hinausgeführt wurden. Vor dem Gefängnis mußten wir mehrere Lastkraftwagen besteigen. Es war Nacht. Wer den Lastwagen nicht aus eigener Kraft besteigen konnte, wurde von rohen Händen gefaßt und hinaufgeworfen. Scheinwerfer blitzten auf. Im Lichte dieser wurden unsere Namen aufgeschrieben. Als diese Arbeit beendet war, ging es in rasender Geschwindigkeit nach Ludwigshafen am Rhein . Wir fuhren an zahlreichen Autos vorüber und fanden noch viel mehr bereits in Ludwigshafen vor. Aus der ganzen Pfalz hatte man die Juden nach dort gebracht. Wir wurden in eine Halle getrieben", in welcher schon tausende von Juden versammelt waren. Dann folgten Stunden bangen Wartens. Und wieder tauchten die Fragen auf: Wohin kommen wir, wohin bringt man uns?"
Die Uhr der Halle zeigte auf zwölf. Nach einiger Zeit öffneten sich die Tore und in Reihen zu Fünfen mußten wir hinausmarschieren. Das Bild hafte sich geändert.
Die Bewachung war ausgewechselt. Andere Uniformen umgaben uns. Die SS. war erschienen. Nun wußten wir, daß wir Juden unter einem besonders " guten" Schutz standen.
Und dann begann ein neuer Marsch. Durch die Hauptstraßen der Stadt. Zum Bahnhof. Menschenmassen standen auf den Bürgersteigen. Mitleidlos
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