stern auch nicht. Es konnte nicht gehen und nicht stehen und nicht sitzen. Es lag nur immer da und fuchtelte mit den Händchen, und manchmal weinte es. Es weinte mit so hohen Tönchen, wie wenn ein kleiner Vogel piepst. Silvia war zuerst ganz traurig, weil das Schwesterchen weinte, aber die Mutter sagte ihr, das sei nicht schlimm. Das Schwesterchen hätte keine Schmerzen und sei nicht traurig. Alle kleinen Kinder weinen zuerst. Das ist so ähnlich, wie wenn die Größeren sprechen. Das Schwesterchen konnte noch nicht sprechen, noch kein einziges Wörtchen. Darum weinte es, wie ein Vögelchen piepst.
Am vierten Tage nach Konstanzes Geburt kam die Großmutter aus Deutschland . Sie wollte im Hause helfen. Und bald kam auch die andere Großmutter. Aber inzwischen war die Mutter mit Konstanze schon nach Hause gekommen. Konstanze schlief jetzt in Mutters und Vaters Schlafzimmer. Sie lag den ganzen Tag in ihrem kleinen Bette, das für sie noch viel zu groß war. Man konnte noch nicht mit dem Schwesterchen spielen. Aber es war so schön zuzusehen, wenn die Mutter dem Schwesterchen zu trinken gab, und wie Konstanze angezogen wurde, und wie der kleine Nacktfrosch gebadet wurde.
Später konnte man Konstanze im Kinderwagen spazieren fahren. Sie kam im Kinderwagen mit zum Strand. Sie kam im Kinderwagen mit in den
141


