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Würden die Regierungstruppen nur an dieser einen Stelle landen? Würden sie nicht vielleicht auch versuchen, in Cala Ratjada an Land zu gehen? Dann wäre in dem Dorfe gekämpft worden, und wer in dem Dorfe war, der hätte erschossen werden können. Männer, Frauen und Kinder alle wären dann in gleicher Gefahr. Deshalb mußte man fort. Als der Vater nach Hause kam, taten die Eltern schnell allerlei in die Körbe, die sie hatten: Sachen zum Essen, Wolljacken und Decken. Es hätte ja sein können, daß sie über Nacht im Freien hätten bleiben müssen.
Sie gingen aus dem Dorfe hinaus. Es war sehr heiß, und sie hatten schwer zu tragen. Aber man durfte keine Zeit verlieren. Man mußte weiter und mußte eilig fort.
Im Walde lag ein Haus, das einem Deutschen gehörte. Es war noch nicht ganz fertig gebaut. Dorthin gingen Doris und Silvia mit ihren Eltern. Die meisten Deutschen , die in Cala Ratjada waren, trafen sich dort. Von ihrem Zufluchtsort aus konnten sie das Dorf sehen. Es war öde und verlassen. Wohl fast alle Leute waren geflüchtet. Aber auf der Landstraße fuhren viele Autos und Autobusse hin und her. Sie waren dicht besetzt von Männern in Uniform.
Immer wieder sahen sie die Kriegsschiffe auf dem Meere draußen fahren. Immer wieder sahen sie die Flugzeuge fliegen. Es dröhnte von Kanonen
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