Das war eine schlimme Plage. Nur gut, daß die Kinder nicht immer so gestochen wurden. In der Wohnung, in die sie bald zogen, gab es nicht viele Moskitos. Man brauchte keine Moskitonetze und wurde doch nicht so oft gestochen.
Schlimm war es auch, daß man in den ersten Wochen schrecklichen, quälenden Durst hatte. Dabei durfte man kein Wasser trinken. Vom Wasser kann man in den südlichen Ländern krank werden. Als sie ihre eigene Wohnung hatten, stand immer eine Kanne voll von kaltem Tee bereit und man konnte trinken, wenn man Durst hatte. Aber in der Pension mußte man sich alles kaufen, was man trinken wollte, da mußte man sparen und konnte nicht so viel haben, wie man gern gehabt hätte. Nein, in der Pension gefiel es den Kindern nicht. Die Moskitos und der Durst quälten sie. Die Eltern. mußten von morgens bis abends auf die Wohnungssuche. Das einzige Vergnügen war ein dicker Palmbaum, der vor ihrer Türe stand. Er hatte einen schuppigen Stamm. Das kam daher, daß die großen gefiederten Blätter nur an der Spitze des Baumes wachsen. Jedes Jahr kommen oben neue Blätter hinzu. Und zugleich welken die unteren Blätter und hängen wie gelbes Stroh herunter. Die Menschen schneiden sie ab, so daß nur der Anfang des Blattstieles am Stamm stehen bleibt. Der sieht dann aus wie eine Schuppe. Und weil jedes Jahr
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