Von Moskitos, Palmen und Skorpionen
In den ersten Tagen wohnten die Eltern mit Doris und Silvia in einer Pension. Sie mußten sich erst eine Wohnung suchen.
Alles war ihnen fremd. Alles war ganz anders als in Deutschland . Sie sahen fremde Pflanzen. Die Menschen sprachen eine andere Sprache, von der die Kinder nur zwei oder drei Wörter kannten. Auch die Häuser waren anders. Über ihren Betten hingen große Schleier. Die konnte man über die Betten ziehen, daß man ganz unter ihnen schlief. Was waren das für Schleier? Es waren Moskitonetze. Sie sollten vor den Moskitos schützen. Das sind Stechmücken. Die gab es in fürchterlichen Mengen. Abends, wenn die Kinder schlafen gehen wollten, sahen die Eltern nach, ob keine Moskitos unter den Netzen waren. Dann kam ein Mädchen mit einer Spritze, in der war eine Flüssigkeit: Flit. Wenn sie spritzte, kam eine kleine Wolke aus der Spritze. Das Flit wurde zu Dampf. Das ganze Zimmer roch süßlich davon. Das Flit sollte die Moskitos töten. Aber trotz des Flits und trotz der Moskitonetze wurden die Kinder doch gestochen. Es gab so viele Stechmücken. Und tagsüber konnte man sich vor ihnen gar nicht schützen. Schrecklich sahen die Kinder aus. Die Beine waren voller Beulen. Ihre Gesichter waren voller Beulen. Man konnte die
Kinder kaum noch erkennen, so verschwollen waren sie.
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