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Drei Kinder kommen durch die Welt / Walter Pollatschek
Entstehung
Seite
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Sie stiegen auf dem Bahnhof in den Schnellzug.

Doris und Silvia saßen an den Fenstern und sahen hinaus. Es war Herbst, und die Wälder waren bunt und sahen lustig aus, als ob ein Maler alle seine Pinsel an ihnen abgewischt hätte. Da war ein brauner Flecken, dort ein roter, hier ein hellgrüner, ein gelber, ein dunkelgrüner. Seht es euch gut an", sagten die Eltern. In Spanien gibt es keinen Herbst."

Der Zug kam auch nach Wuppertal , wo Doris und Silvia geboren waren und ihre schöne Woh­nung gehabt hatten. Auf dem Bahnhofe stiegen viele Leute aus. Doris und Silvia stiegen nicht aus. Sie fuhren ja nach Spanien . Vom Fenster des Zuges aus sahen sie noch einmal die Schwebebahn über die Wupper fahren. Silvia hatte schon bei­nahe vergessen, daß es in Wuppertal so etwas gibt. Sie war ja noch so klein.

Nach einiger Zeit fuhr der Zug auf einer Brücke über einen großen, großen Fluß. Das war der Rhein. Die Stadt, bei der sie an den Rhein kamen, heißt Köln . Es ist eine ganz alte Stadt. Darin steht eine riesengroße, prächtige Kirche, das ist der Kölner Dom . Von der Eisenbahn aus konnte man seine beiden spitzen Türme gut sehen.

Jetzt ging die Fahrt beinahe immer am Rhein entlang. Ganz früh am Morgen waren sie in den Zug gestiegen. Jetzt war schon Mittag.

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Vom Fenster aus gab es vieles Schöne zu sehen.