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Das Wort der Verfolgten : Anthologie eines Jahrhunderts / herausgegeben von Bruno Kaiser
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Zürich 1849 und Kassel 1851) ,,, Lieder eines Verbannten" ( von August Braß, Bern 1852), und zahllose Gedichte mit ähnlichen Überschriften.( Karl Heinrich Schnauffer: Der Flüchtling; Müller v. d. Werra : Die Stimme der Verbannten; W. Rothacker: Zuruf an die deutschen politischen Flücht­linge; Carl Schneider: Des Verbannten Lied, und viele andere.) S. 116: Badisches Wiegenlied. Nach dem ,, Eulenspiegel", Nr. 50 vom 8. Dezember 1849, S. 200. Das Gedicht wurde, wohl seiner Schärfe wegen, von Ludwig Pfau in keine Sammlung seiner Gedichte aufgenommen. Es gehörte jedoch in Baden zu den populärsten Liedern der Zeit und wurde trotz seiner Unterdrückung noch 1857 im Volk gesungen, wie das ,, Zür­cher Intelligenzblatt" vom 19. 4. des Jahres angibt. Schon damals konnte der Verfasser nicht mehr genannt werden, und der Wiedergabe fehlt die dritte Strophe. Vermutlich folgte der Abdruck einem anonymen Flugblatt, das 1849 in Straßburg verbreitet wurde und das die gleichen Strophen und ihre Komposition enthielt. Dies Flugblatt war es auch, welches zu der irrtümlichen Annahme führte, daß es sich um ,, das letzte Zeugnis für die literarische Tätigkeit der deutschen Flücht­linge in Straßburg " handle.( Dr. Otto Wiltberger: Die deut­ schen politischen Flüchtlinge in Straßburg 1830-1849, Berlin und Leipzig 1910, S. 197). Wiltberger und den ihm folgenden Autoren blieb unbekannt, daß Ludwig Pfau der Dichter des Haßliedes war.( Dr. Friedrich Lautenschlager: Volksstaat und Einherrschaft. Dokumente aus der badischen Revolution Veit Valentin : Ge­1848/1849. Konstanz 1920, S. 488. schichte der deutschen Revolution 1848/49. Berlin 1930/31, II, 451.) Vgl. die ,, Wiegenliede" von Hoffmann und Becher. S. 119: Nach der Bluthochzeit von 1849. Zuerst im ,, Eulenspiegel" vom 4. 5. 1850. In der vierten Auflage der Gedichte, S. 358-359. Am Schluß des Bandes von 1889 vermerkte Pfau ausdrücklich, daß für einen ,, etwaigen Wiederabdruck von Gedichten keine der drei ersten Auflagen zu Grunde zu legen ist." So wurde hier auch die vom Dichter bestimmte Über­schrift beibehalten, die mehrfach abgeändert worden ist.

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S. 125: Achtzehnhundertneunundvierzig. Nach der gleichen Aus­gabe, S. 35.

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