S. 92: Flüchtling ohne Paß. Nach: Politische und unpolitische Fahrten und Abenteuer, Mannheim 1846, S. 324-327. Wieder benutzt in der Autobiographie ,, Erlebtes", zweiter Band, Boston, 1874, S. 57 ff.- Der letzte Absatz nach: Der deutsche Tribun. Erstes Heft. Mühlhausen( fingiert für Herisau ) 1847, S. 85.- Die falschen Verlagsangaben erfolgten, um die Flugschriften dem Zugriff der deutschen Polizei leichter zu entziehen. Der ,, Tribun" kann auch sonst als Vorläufer der modernen illegalen Literatur gelten, er erschien im kleinsten Format und meist ohne Titel. Die erste Auflage von 1846 fiel dennoch fast vollständig in die Hände der Polizei.
HERWEGH Emma( Siegmund ). Geboren 1817 in Berlin . Die Frau Georg Herweghs. Sie teilte die Schicksale des Dichters, nach dessen Tod sie endgültig Deutschland verließ. Sie starb in Paris im Jahre 1904.
S. 118: Es gibt noch ein anderes Deutschland ! Nach: Zur Geschichte der deutschen demokratischen Legion aus Paris. Von einer Hochverräterin. Grünberg 1849, S. 55-56.
HERWEGH Georg. Geboren 1817 in Stuttgart . 1839 flüchtete er vor einer militärgerichtlichen Untersuchung in die Schweiz . 1842 wurde der Dichter nach der Veröffentlichung des Briefes an König Friedrich Wilhelm IV. aus Preußen ausgewiesen. Bis zum Ausbruch der Revolution blieb er meist in Frankreich , versuchte 1848 mit einer deutschen Legion aus Paris dem badischen Aufstand zu Hilfe zu kommen, mußte sich aber in die Schweiz retten. Bis 1866 lebte er im Exil in Zürich und kehrte dann nach Deutschland zurück. Er starb im Jahre 1875 in Baden- Baden , doch veranlaßte seine Frau die Beerdigung in Liestal , in der ,, freien Erde der Schweiz ".
S. 47: Der letzte Krieg. Nach: Gedichte eines Lebendigen. Zürich und Winterthur , 1841, S. 29-31.
S. 75: Aus: Verrat! Nach: Deutsch- Französische Jahrbücher. Herausgegeben von Arnold Ruge und Karl Marx . Paris 1844. S. 79: O wag es doch nur einen Tag! Nach: Neue Gedichte. Zürich 1877, S. 9-10, mit einer anderen Fassung der ersten Zeile der dritten Strophe nach der Handschrift im HerweghArchiv, Liestal . Das Gedicht wurde am 2. Januar 1845 in
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