JOHANNES R. BECHER
1945
Es war ein Mann...
Es war ein Mann, und aus dem Reich verstieẞ
Den Mann ein Fluch, kein Leid blieb ihm erspart. Doch wo auch immer er sich niederließ, Dort hat die Heimat sich ihm offenbart.
Er blieb der deutschen Heimat zugewandt, Und so entging er der Verbannung Fluch.
Er, selbst verbannt, hat Deutschlands Fluch gebannt, Und Deutschland gab ihm seinen Segensspruch.
An Deutschlands Grab hielt er die Totenwacht. Er hat der Dichtung heilig Amt versehn. Und es war mitten in der Todesnacht,
Und deutscher Sehnsucht Stimme ward ein Mann,
Der aus dem Reich verbannt war ein Jahrzehnt.
In ihm, der war getan in Acht und Bann,
316


