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Und eure Hand riß schrecklich die Gewänder Von diesem Leib der sich zum Kampf erhob Die Pest des Hasses atmeten die Länder
In der das Leben euch wie Rauch zerstob Erbarmungslos wächst das Geschlecht aus Eisen Aus Drachensaaten im verbrannten Feld:
Es wird mit Stahl und Dynamit beweisen
Daß es die Zukunft mit den Händen hält!
Nun ihr verfallen seid den Rächer-Städten Verröchelnd dort in Schutt Beton und Draht Gemartert auf des Alpdrucks roten Betten—
Im Staub der Dämmrung bin ich euch genaht: Ich habe euch geschreckt! Nun will ich sprechen! Ihr schaut mich nackt! Seht brandig diese Flut Von Tränen unversiegbar!— In den Bächen: Der Sonne läutert herrlich unser Blut
In unsagbarer Landschaft sich— Genossen Noch seid ihr Brüder mir! Noch ist ein Weg Aus Tod und Schande machtvoll uns erschlossen Zur Brücke weite sich der arme Steg
Dem Schritt der Überwindenden Die Waffe Richte sich— wie von selbst— gegen das Haupt Der Quäler Mörder daß sich furchtbar räche Das Unerhörte eh der Wald belaubt
Noch seid’ ihr Brüder mir! Aus einer Erde Wuchs unsre Schuld und unser fernster Traum In toter Dichter Hut trag ich Beschwerde Über des Volkes Schuld vor euch im Raum Der alten Richter ruf ich euch beschwörend! Wir warten! O ihr meine Brüder weit!
Aus Liebe aus Verzweiflung wächst verzehrend Die rote Sehnsucht: die Entschlossenheit!
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