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Das Wort der Verfolgten : Anthologie eines Jahrhunderts / herausgegeben von Bruno Kaiser
Entstehung
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Als er Paris sieht- fallen schon die Blätter- Herbstlich umfriert es seine wunde Brust-

Der Eiffelturm erscheint ihm wie ein Retter- Des Lebens Dunstkreis faßt nach ihm wie Lust!

Er stiehlt sich in die ersten Straßen, zitternd,

daß ihn kein Wachmann sieht.- Rennt kreuz und quer-

Mit allen seinen Sinnen Leben witternd,

dreht er die Taschen um- doch sie sind leer.

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Ein Bettler, bartverwildert, irrt er-irrt er- von Bar zu Bar.- Ergattert wo was liegt- Treibt ihn der Hunger- girrt er, girrt er, girrt er schauspielerhaft! und dankt wenn er was kriegt.

Nachts unter Brücken mit den Allerärmsten hüllt er sich im November in Papier. -

Träumt von' nem Bett! dem allerwärmsten- und schauert zu der Seine: ach,- ich frier...

Von einer Radpatrouille angeblendet,' blinzelt er in das satte Dienstgesicht... ,, Sein Aufenthalt ist vorschriftsklar beendet!"- Neu ausgewiesen, hebt er in das Licht

die magre Hand- beschwört die Menschenrechte! Ruft die Erinnerung großer Tage an! Bastillestürmer! Freiheitstrunkne Nächte- Doch die Patrouille führt den müden Mann

zum Polizeirevier. Verhör, Befehle-

Zur Schweizer Grenze fährt er wiedrum hin- Zerfetzt, verhungert, wirr von dem Gequäle verdunkelt sich allmählich nun sein Sinn.

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