einem Fenster, ausschauhaltend nach dem Leben, sieht. Aber mich nahm er mit, auf einen Bahnhof, von dem aus Züge ins Land hinein und Züge zur Grenze, zum Land hinaus fuhren. Und in diesen Zug brachte er mich, in ein Abteil, das ich für mich allein hatte und dessen Fenster vergittert waren. Ich sah durch die Gitter, sah das Land, Bäume, Wiesen, Hütten an Wegen, und hatte keinen Teil an ihnen. An einer Station hielt der Zug. Ich sah zum Fenster hinaus und Arbeiter werkten. Als sie mich sahen, zeigten sie auf mich. Hinter Gittern! Einer kam und brachte mir eine Zigarette. Er lächelte dazu, und seine Hand war breit und schmutzig, und sein Lächeln wie das eines Kindes. ,, Nimm!" sagte er. Und ging, mit blauen Arbeitskleidern angetan, zu seinen Kameraden. Und ich sah durch die Gitter, und der Himmel war mittlerweile vom Wind blau gewaschen worden.
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An der Grenzstation schloß mir ein Polizist die Tür auf und holte mich aus dem Abteil. Er brachte mich durch Felder zur Grenze. ,, Dorthin gehen Sie", zeigte er hinüber. Dort war eine Wiese, weit am Horizont rauchte ein Schornstein, hier war eine Wiese, und hier rauchte auch ein Schornstein, aber es waren zwei verschiedene Länder. Hier bei mir stand ein Polizist, dort, im andern Land, stand auch ein Polizist. Wartete er auf mich? ,, Gehen Sie!" befahl mir der eine. Ich ging von einer Wiese zur andern. Wo wollen Sie hin? Gehen Sie zurück!" befahl mir auf der andern Wiese, in dem andern Land, der Polizist. Auf einem Lappen Land bückte sich ein Bauer arbeitend der Erde zu. Hinter mir hörte ich eine Stimme sagen:", Warum schickt ihr ihn weg?" Ein Mensch in einem blauen Arbeitsanzug. Ich ging von Land zu Land, da keiner der Polizisten mich haben wollte. ,, Wo soll er denn hin?" hörte ich den Bauer fragen. Und als ich wieder in das Land zurückkam, aus dem ich gekommen, gab mir der Arbeiter etwas in die Hand, Geld, oder so was. Und der Bauer, im andern Land, sagte: ,, Wo soll er denn hin? Er
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