In den Tagen der braunen Pest
Auf dem Dach einer Maschinenfabrik plötzlich
Im Wind des Novembers eine rote Fahne flatterte, Die verfemte Fahne der Freiheit!
Mitten im grauen November, vom Himmel
Kam ein Gemisch Regen und Schnee
Aber das war der Siebente Tag der Revolution! Und sieh, die rote Fahne!
Auf den Höfen stehen die Arbeiter Halten die Hand über die Augen und sehen Gegen das Eisregengestöber zum Dach hin.
Da rollen die Lastwagen an mit den Sturmtruppen
Und treiben an die Mauern, was da ein Arbeitskleid trägt Und binden mit Stricken die Fäuste, die da schwielig sind Und aus den Baracken vom Verhör Stolpern die Blutiggeprügelten
Von denen keiner den Mann genannt hat
Der auf dem Dach war.
So treiben sie weg alle, die da schweigen Und die andern haben schon genug.
Aber am nächsten Tag weht wieder
Die rote Fahne des Proletariats
Auf dem Dach der Maschinenfabrik. Wieder Dröhnt durch die todstille Stadt


