Eine deutsche Mutter
Am Freitag holten sie den Jungen weg. Er griff noch schnell nach ihrer Hand.„Nicht weinen!“
Sie weinte nicht. Sie stand ganz weiß vor Schreck, Ganz weiß vor Schreck. Sie hatte nur den einen.
Sie lag im Fenster bis um Mitternacht.
Dann rannte sie zum Polizeirevier.
„Um sieben ist er aus dem Haus gebracht.“ „Hans Fischer? Jakobstraße sechs? Nicht hier.“
Sie lief zum Polizeipräsidium.
„Hans Fischer? Ist hier gar nicht eingetragen.“ „Nicht eingetragen?“ Lange stand sie stumm,
Ganz weiß vor Schreck. ‚Wo kann man das erfragen?“
Sie lief dorthin. Da stand ein Posten Wache. „„Hans Fischer, lieber Herr, ist der schon raus?“
„Das weiß ich nicht. Es sind so viele hier.“
Sie faßte seine Hand. ‚‚Es ist mein Sohn!“
„Dann fragen Sie beim Polizeirevier!‘
Sie stand ganz weiß vor Schreck.„Da war ich schon.“
Der Posten sagte: ‚‚Bitte weitergehn!“ Sie lief zurück zum Polizeirevier. Es war schon Morgen. ‚Ach, Sie suchen wen!
Hans Fischer, Jakobstraße— der ist hier.“ ’


