Und selbst den Bürger, der nicht länger tragen Den Druck der Tyrannei kann oder mag,
Sich aufrafft, seine Fesseln zu zerschlagen— Ihr drückt ihn nieder in die alte Schmach.
Und jubelt, wenn des armen Volkes Rippen
Ihr gnädig füllt mit Pulver und mit Blei,
Und grinst, wenn von den hungerbleichen Lippen Sich plötzlich ringt das letzte Wehgeschrei!
Und dennoch nennt ihr frech euch Patrioten! Fürwahr, ihr schützt das Vaterland, ich weiß, Wie Spatzen hütet ihr die reifen Schoten— Faulenzer, stets ernährt von fremdem Schweiß.
Soldaten! Knechte! Königliche Hunde!
Köpf’ in die Höh! Brust vor! Und zielt nur gut! Ein freies Herz scheut keine Todeswunde,
Ein freies Herz hat auch zu sterben Mut.—
Blaß vor Entsetzen zielten sie und schossen— Im Blute wälzt’ sich, der so höhnend sprach, Sie aber zogen heim, still und verdrossen, Und manchen reute dieser Ruhmestag.


