Lied eines Verbannten
Und wieder hatt’ es mich getrieben Dahin, wo ich gewandert aus:
Ich kehrte heim zu meinen Lieben, Froh trat ich ein ins Vaterhaus.
Es zogen alte Kläng und Lieder Beseligend durch meine Brust: Ich war in meiner Heimat wieder, Im Reiche meiner Jugendlust.
Da wollt ich unter Blütenbäumen
Die alten stillen Tag’ erneun,
Und meine Kindheit wieder träumen, Und mich wie Kinder wieder freun.
Da wollt ich voller Sehnsucht warten, Gelehnt auf meinen Wanderstab,
Doch nein- ich soll den Frühling sehen Nur fern vom väterlichen Haus:
Ich bin verbannt— so muß ich gehen In eine fremde Welt hinaus.


