1839
Frieden und Krieg
Die Hauptquelle aller internationalen Unstimmigkeiten versiegt, sobald das Prinzip der Selbstregierung als die einzig richtige Regierungsform allgemein anerkannt ist. Welche nationalen, oder besser selbstsüchtigen Interessen ließen sich denn durch Krieg und Eroberung befriedigen, wenn vorausgesetzt wird: jede eroberte Provinz darf sich selbst regieren, die dort erhobenen Steuern dienen ausschließlich dieser Regierung. Sind die fundamentalen Gesetze des Staates wahrhaft republikanisch, so sind alle seine Mittel und Energien nicht auf die Vergrößerung als Staat gerichtet, sondern auf den Schutz der Rechte der Individuen, aus denen er sich zusammensetzt... Wenn aber diese Rechte, durch Gesetz bestimmt, im wesentlichen überall gleichartig sind, und wenn ferner die Macht eines jeden Staates keinen anderen Zweck verfolgt, als diese Rechte zu schützen was könnte dann die Mehrheit irgendeiner Nation bewegen, mitten im Genuß des unschätzbaren Segens freien Verkehrs mit der gesamten Menschheit, gegen eine andere Nation zu Felde zu ziehen? Sicher ist der Satz berechtigt, in bezug auf die Hauptursache des Krieges und auf die Möglichkeit, sie zu beseitigen: ,, Krieg ist ein Spiel, das, wenn die Nationen weise wären, die Könige nicht zu spielen wagten."
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Sobald also die Nationen der Erde, oder jedenfalls der größere Teil von ihnen, genügend zivilisiert und humanisiert sind, um den Schutz der individuellen Rechte des Menschen als einzig legitime Aufgabe einer Regierung anzuerkennen, wird es für sie ungefährlich und richtig sein, den Krieg, wie überhaupt alle Kriegsvorbereitungen, abzuschaffen. So, und nur so, kann die große Prophezeiung in Erfüllung gehen: ,, Die Nation soll nicht das Schwert er
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