innerung an die Seligkeit seines- Brautstandes, an die unvergeß lichen Wochen seiner jungen Ehe, an den Bohème- Hausstand, an den Wohlstand, den Reichtum, den der gute Gott ihnen verleiht. Manchmal erzählt er auch vom Geschäft. Nicht mit jener sonst so häufig ein wenig aufdringlich in Erscheinung tretenden Freude am Gelingen, am klingenden Gewinn. Er kann beglückt von der Schönheit eines Pelzwerkes sprechen, das er vor zehn und mehr Jahren irgendwohin verkauft hat. ( Die kostbarsten Felle verließen den Brühl meist nicht; sie wanderten von einem Lager ins andere!) Ein Bisam kann unter seinen begeisterten Händen wieder lebendig werden.
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Als
er mir die von seinem SS. Treuhänder aufgestellte Inventur zeigte, lächelte er beinahe pfiffig, so als wolle er sagen: Sieh dir mal an, Hans, was dieser Ehrenmann in seine Tasche schwindelt. Diese Inventur ist die Grundlage für den Kaufpreis, zu dem er mein Geschäft zu erben gedenkt! ,, Die, gute Hälfte davon ist schon unter der Hand verkauft", meinte er dann und ließ die Blätter, die ihm der Anwalt nach Ueberwindung von mancherlei Widerständen seitens des Staatsanwalts doch endlich zur Einsicht in die Zelle besorgt hatte, nachlässig auf sein Bett flattern. ,, Es kommt der Tag, da alles wird ordentlich bilanziert werden. Aber ich mecht' ihn gar nicht er
leben!..."
Ein Unglück kommt selten allein. Die Bücherei war ein kalter Raum ohne einen Sonnenstrahl den ganzen Tag über ,, a sort of tank', wie Dickens sagen würde, ein, Regensarg', ein Tummelplatz für alle Arten von Bazillen, in dem die Anfälligkeit für allerlei Infektionskrankheiten sich verdreifachte, und so kam, was kommen mußte: ich schnappte eine bösartige Mittelohreiterung auf, für deren Behandlung sich der Gefängnisarzt unzuständig erklärte. Er überwies mich zur ambulanten Behandlung an die Universitätsklinik, wo ich gut und sachgemäß betreut wurde. Als das Schlimmste überstanden war, kam der Befehl, mich zur bevorstehenden Verhandlung vor dem Oberlandesgericht nach Dresden zu überführen. Der gute Tütenmeister Weidhaas hatte also recht behalten. Das zeitraubende Gesellschaftsspiel des Akten- Her- und- Hinschiebens hatte da mit geendet, daß der Volksgerichtshof in Berlin die Sache mit entsprechender Weisung nach Dresden gegeben hatte, wo die Angelegenheit, um ihr den Schein der Ernsthaftigkeit der Be
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