unter in dichten Rudeln. Von der Seite schießt ein Ma schinengewehr. Ein Obergefreiter robbt sich an die Stellung heran. Handgranaten fliegen. Das Maschinengewehr ist verstummt. Da steht der General aufrecht, auf seinen Stock gestützt. ein Bild, wie es die Grenadiere in den letzten Stunden oft gesehen haben. Ihr General! Unwiderstehlich brechen sie vor. Die Sowjets kommen zu keinem geordneten Widerstand. Als sie noch von der Höhe her Feuer erhalten, ist ihre Kraft zu Ende. Die Waffen fliegen in den Schnee. Hände erheben sich über erschreckten Gesichtern. Der Durchbruch ist gelungen. Zu Hunderten sammeln sie die Gefangenen. Wütend trommelt die sowjetische Artillerie am Höhenrand. Zu spät!
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Entschuldige das ein wenig lang geratene Zitat. Aber schließẞ lich ist jeder seiner Sätze ein Dokument. Ich frage: Was fängt das deutsche Volk mit einem solchen Unfug an? Millionen alter Weltkriegssoldaten lesen das, Männer, die den Krieg erlebt haben, und lächeln. Sie wissen nur zu gut, wohin eine solche Verniedlichung des Krieges führt und eine heimliche Angst schnürt ihr Herz zusammen... In einem andern Blatte finde ich einen Schrieb:, Masse gegen Masse. Da macht ein Zivilstratege der Heeresleitung einen Vorschlag:
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Was aber hindert uns Deutsche daran, es ebenso zu machen wie die Sowjets? An irgendeiner Stelle nämlich auch einmal rein mengenmäßig das Uebergewicht zu erlangen und durch äußersten Einsatz an einer entscheidenden Stelle eine wesentliche Beeinflussung des Ganzen zu unsern Gunsten herbeizuführen? Warum sollen wir nicht auch einmal eine einmalige Anstrengung größten Ausmaßes durchführen und aus der Heimat das letzte herausholen, um wenigstens den Versuch zu machen, Masse gegen Masse zu setzen?"
Warum, so frage ich, sperrt man diesen Zivilstrategen nicht ein? Das ist's, wa's mir Sorge macht! Wie schwierig muß die Lage unseres Ostheeres sein, daß die Zeitungen neben den Sportberichten und den Familienanzeigen nichts anderes veröffentlichen dürfen als solche Unsinnigkeiten. Ja freilich da ist außerdem täglich noch der amtliche Heeresbericht zu lesen. ,, Im großen Donbogen" ,, Zwischen Donez und Dnjepr " ,, Im Mündungsgebiet des Don" ,, In Richtung Charkow ". ,, Im mittleren Teile der Front"
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