Gewicht, so daß sich die adelige Wölbung seiner Füße durchgetreten hat; ein Plattfuß hat sich herausgebildet, der selbst ein längeres Stehen auf einem Flecke unmöglich macht und das
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ist ja wohl die Vorbedingung alles militärischen Dienstes. Er kann also einer sanitätsbeamtlichen Nachuntersuchung mit relativer Ruhe entgegensehen. Viel ist nicht mehr mit ihm an zufangen. Aber bisher ist ihm eben alles geglückt. Warum also soll es ihm nicht glücken, ganz um diesen lächerlichen Krieg herumzukommen?... Er wendet sich an eine Freundin, die beim Wehrkreiskommando tätig ist, und trägt ihr seine Wünsche vor. Die Freundin ist nicht selbst in der Abteilung, in der die, Karten' verwaltet werden; aber sie hat eine liebe Bekannte in dieser Abteilung. Was er sich die Sache kosten lassen wolle?... Friedrichs nennt, belebt von dieser Aussicht auf eine glatte Lösung aller Schwierigkeiten, eine vierstellige Zahl. ,, Aber für mich als Vermittlerin muß natürlich auch was abfallen", bemerkt die Freundin lächelnd, und der gute Bankvorstand beeilt sich, ihr eifrig zu versichern, daß dies ganz selbstverständlich sei...
Die Sache entwickelt sich mit einer geradezu erstaunlichen Leichtigkeit und Präzision. Bereits drei Tage später wird Friedrichs telefonisch aufgefordert, sich mit der Dame von der Kartenabteilung in Verbindung zu setzen. Er besucht sie in der Abendstunde des gleichen Tages. Sie fragt ihn, was sie für ihn tun könne, und er legt ihr dar, daß es doch nicht allzu schwer sein könne, seine Rückstellung für eine längere Zeit zu be< wirken. Was er dafür ausgeben wolle? Tausend Mark! sagt er aufs Geratewohl. Ob er das Geld bei sich habe? Das nicht, aber eine Anzahlung könne er leisten, den Rest morgen überweisen oder in bar übergeben. Er langt ein paar Hunderter aus seiner Brieftasche und legt sie auf den Tisch... In diesem Augenblick tritt aus dem Nebenzimmer der Polizeimeister des Städtchens und verhaftet ihn unter Beschlagnahme der Bestechungssumme: die ganze Szene ist ein abgekartetes Spiel ge
wesen!
Nun sitzt er im Untersuchungsgefängnis. Seine Akten sind vom Generalstaatsanwalt in Dresden angefordert worden. Auf die von ihm begangene Straftat aktive Beamtenbestechung in Verbindung mit dem Versuch, sich dem Wehrdienst zu ent
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