Dusenschön ist in Verlegenheit. Vor zwei Wochen erst hat er Lenzer zur Beförderung vorgeschlagen. Im Beisein Lenzers läßt der Kommandant ihn Richter sein. Er überlegt.
,, Herr Kommandant, ich würde vorschlagen: sofort aus der Wachmannschaft des Lagers ausstoßen und bei der Gruppenleitung die Entfernung aus dem Marine- Sturm beantragen!" ,, Und Sie?" wendet sich der Kommandant an Meisel.
Der ist in noch weit größerer Verlegenheit als der Sturmführer. Er blickt auf Lenzer, der ihn durchdringend ansieht, und stammelt:„,... Ich... ich schließe... mich... der Ansicht ... des Sturmführers an, Herr Kommandant!"
Lenzer verzieht ein wenig das Gesicht zu einem verächtlichen Lächeln. Meisel starrt ihn mit hochrotem Gesicht an.
,, Ich werde es mir überlegen!... Schaffen Sie ihn in die Arrestantenzelle!"
,, Zu Befehl, Herr Kommandant!"
Die Hacken werden zusammengeschlagen, die Glieder angerissen; Lenzer verläßt das Zimmer. Dusenschön und Meisel folgen ihm.
,, Hier bleib stehen!" herrscht Dusenschön Lenzer an.
Dann bleibt er einige Sekunden vor ihm stehen und sagt:„ Du Arschloch!"
Lenzer zuckt ein wenig mit den Schultern, macht eine bedauernde Miene und schweigt.
,, Bring ihn runter!"
Meisel und Lenzer gehen den Flur entlang und in den Keller, wo sich die Arrestantenzelle befindet.
,, Robert, verrat mich nicht!" flüstert Meisel seinem Gefangenen zu. ,, Du wirst es nicht bereuen... Ich mache alles wieder gut... Ich helfe dir, wo ich nur kann... Aber schweig... Du änderst ja doch nichts an der Sache..."
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