Zehn Schritte sind die Flüchtenden noch vom Hause entfernt, da fällt ein Schuẞ. Der Posten am Turm hat ihn abgefeuert. Einer der Männer sinkt nieder.
Nun springen die vier SS - Leute auf, stellen sich den Flüchtenden entgegen und richten die Gewehre auf sie.
Fünf Männer ergeben sich...
Im ganzen werden siebzehn Personen verhaftet; sechzehn Männer und eine Frau.
Der Polizeiwagen hat die Mauer mit dem Scheinwerfer abgeleuchtet. Nun weiß man, aus welchem Grunde die Verhafteten sich an der Mauer zu schaffen machten. Sie haben Plakate geklebt. Kommunistische Plakate. ,, Denkt an unsere gemordeten und miẞhandelten Genossen in den Konzentrationslagern, stimmt gegen die Mörder- Regierung Hitler . Stimmt mit: Nein!" steht in großen roten Buchstaben auf den weißen Flecken.
Sofort werden Abwaschkommandos zusammengestellt. Im Scheinwerferlicht des Polizeiautos schrubben und kratzen SS - Leute und Polizisten die Plakate von der Mauer.
Die Verhafteten werden in den A- Flügel gebracht und in den Schulraum gestoßen. Der Angeschossene wird in eine leere Zelle gelegt.
Sturmführer Dusenschön, der zu seiner Wut erst nach der Verhaftung hinzugekommen ist, rast wie tollwütig auf dem Korridor herum.
,, Denen wollen wir einen Denkzettel geben, an den sie ihr Lebtag denken sollen!... Diese frechen Kanaillen!... Diese Schurken!... Erschießen müßte man die Hunde! Auf der Stelle erschießen!..."
Die SS- Wachtmeister und auch einige Außenposten, die mitgekommen sind, laufen durcheinander. Jeder sucht nach einem geeigneten Prügel. Dusenschön hat eine Peitsche; Meisel einen
15*
227


