g
d
n
e
e,
n
g.
er
an
Nach der Mittagspause sind sie allein in der Wachtstube, und Meisel fragt Lenzer, ob er ihm drei Mark borgen könne. Meisel war in letzter Zeit wiederholt in Geldverlegenheit; er pumpt an allen Enden. Er hat, wie Lenzer weiß, eine neue Braut. Das kostet Geld.
,, Ja gewiß, gerne!"
,, Nett von dir. Bekommst es am Löhnungstag zurück!"
Lenzer weiß, daß Meisel am Löhnungstag mehr Schulden zu zahlen hätte, als die Löhnung ausmacht, und wagt zu bemerken:„ Ich wüßte ein Mittelchen, Geld zu verdienen. Es wird nicht viel abwerfen, aber immerhin!"
,, Und womit, wenn man fragen darf!"
,, Ich habe mir das schon eine ganze Weile durch den Kopf gehen lassen und denke, man könnte es ohne großes Risiko machen. Täglich' n Taler könnte dabei rausspringen!"
Meisel wird aufmerksam. Täglich drei Mark? Die könnte er verdammt gut gebrauchen. Ungeduldig fragt er:„ Na, wie denn? Sag doch schon!"
Ja- a, das kann man aber nur unter vier Augen erörtern!" ,, Naja, ist ja keiner weiter hier!"
11
Lenzer merkt, daß der Boden günstiger ist, als er zu hoffen wagte. , Weißt du", beginnt er leise zu erklären, jeder Saal kauft alle vierzehn Tage für rund fünfzig Mark Tabakwaren. Die einzelnen Gefangenen würden auch noch mehr kaufen, wenn sie außer der Zeit kaufen könnten, denn sie bekommen das Geld oft erst geschickt, wenn die Bestellungen bereits gemacht sind. Die Lagerkantine verwaltet Reimers, und der steckt dabei einen hübschen Nebenverdienst in die Tasche. Und ich habe mir so überlegt, das könnten wir auch!"
ot,
11
Wie stellst du dir das vor?"
151


