„Man hört kein Flüsterchen!” Mit diesen Worten empfängt Wachtmeister König lächelnd Lenzer,
Der erwidert stolz:„Disziplin! Disziplin! Allmählich kapieren die Mistbienen!”
„Hast du die Karten hier unten?”
„Ja, sie müssen im Spind liegen! Wie hoch spielen wir?”
„Ich denke Bierskat, fünfhunderteins. Aber mit kontra und re und ramschen!”
Wachtmeister Nußbeck kommt herein, der dritte Mann zum Skat.
„Heil dir!”
„Heil dir!” erwidern König und Lenzer.
„Stellt euch vor, klopft doch tatsächlich auf meiner Station einer an die Tür. ‚Sie haben sich geirrt’, ruft er, wie ich komme, ‚es ist noch keine sieben, es ist erst sechs Uhr’!”
„Da hat er ja recht!”
„Ich hätte ihm am liebsten in die Fresse gehauen! Ein Gemüt haben diese Burschen!”
„Wer war es?” fragt Lenzer amüsiert.„Der Junge hat Herz!” „Du weißt doch, der Dienelt von der Roten Marine, der bei etlichen Knallereien dabei war. Auch in die Adler-Hotel-Sache ist er verwickelt. Der Kopf wackelt dem Burschen, aber frech wie Rotz!”
Obertruppführer Meisel tritt in die Wachtstube. Nach dem Er- folg seiner Beschwerde über Riedel nimmt er den Mund noch voller, greift er noch häufiger zur Peitsche. Auch heute kommt er wichtig und aufgeregt herein und legt eine Zeitung auf den Tisch.„Da, lest mal! Das ist dieses Judenschwein, das wir bei uns haben!”
TruppführerTeutsch, der ihm wie ein Hündchen auf allen Wegen
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