wurde. Geborgen in der Masse und nicht als einzelner vor seine Peiniger gestellt, regte sich in ihm der Abwehrwille des Beleidigten, schwach noch, aber so spürbar, daß sein Herz klopfte und sein. Atem schneller ging.
Die acht machten sich an die Arbeit. Sie holten Schaufeln, Spaten und Holzplanken, die sie als Brücke über das Moor nach der Insel legten, suchten den Platz aus und schaufelten das Grab. Sie arbeiteten still und schnell, mit verbissenem Eifer, die Spaten hieben knirschend in die Erde, die Schaufeln flogen im Takt.
Nicht weit von der Feldbahn wartete das Auto des Priesters. Er war trotz dem Regen, der wieder eingesetzt hatte, ausgestiegen und ging, von Zeit zu Zeit auf seine Uhr schauend, auf der Landstraße auf und ab.
Als die Grube tief genug ausgehoben war, reinigten sich die Gefangenen sorgsam und bedächtig von den Erdklumpen, die an ihren Schuhen und Hosenbeinen hingen, legten die Schaufeln ins Gras und gingen zur Feldbahn zurück.
Der Priester trat eilig hinzu, der Truppführer kam, die Meßbuben stellten sich auf. Sechs Mann nahmen den Sarg auf die Schulter, zwei trugen die Stricke. Zuvorderst ging der Junge mit dem Stabkreuz über die Planken. Dann kam der Sarg. Seine rauhen Kanten schnitten in die Schultern der Träger. Mit kurzen, tastenden Schritten schwankten sie über die schmalen Bohlen, die sich unter dem Gewicht tief in den Sumpf bogen, aus dem trübes,
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