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Kommandant fuhr nach Hause, und als das Auto den ratternden Zug wieder erreichte, saß der Priester allein im Wagen. Die Gefangenen
atmeten auf.
Irgendwer war während der Fahrt plötzlich auf den Gedanken gekommen, daß sie den Namen des Toten nun doch noch erfahren würden, denn der Priester mußte ihn ja aussprechen, wenn er die Seele des Verstorbenen der Obhut des Herrn empfahl. Mehr noch, vielleicht wußten sogar die drei Meßbuben seinen Namen, der Vorfall konnte sich ja im Dorf herumgesprochen haben, und es war sehr wohl möglich, daß die Einwohner Genaueres darüber wußten.
Es gab eine Vorschrift, die den Gefangenen untersagte, sich mit Zivilpersonen zu unterhalten. Eine. ähnliche Anweisung mochten wohl auch die drei Jungen erhalten haben, denn sie blickten starr und furchtsam geradeaus, ohne auch nur einmal den Kopf zu bewegen.
,, He, Jungens", flüsterten die Gefangenen ,,, wiẞt ihr, wie der im Sarg heißt?" Nicht die geringste Bewegung gab zu erkennen, ob sie verstanden hatten oder antworten wollten.
,, Du, Kleiner, brauchst keine Angst zu haben, sag' schon, wie er heißt!"
Die drei Kinder saßen stumm, die Hände um die heiligen Gefäße geklammert. Mitgefangene, deren Lippen verschlossen waren aus Furcht und früher Kenntnis der Leiden, die denen zugefügt werden, die nicht gehorchen.
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