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Sturz ins Dunkel / Hermann E. Riemer
Entstehung
Seite
101
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Gegen Ende des Sommers hatte man einige hundert Franzosen ins Lager gebracht, angeblich Partisanen, die nun hier ihr Urteil erwarten sollten. Partisanen

. es waren in Wirklichkeit geruhsame Bürger mit Doppelkinn, Weinnasen und soliden Bäuchen. Kleine, hilflose Spießbürger, denen die Harmlosigkeit aus allen Knopflöchern schaute. Natürlich mußten sie ar- beiten und obwohl man sie allgemein nicht ganz ernst nahm und ihnen eine Schwerarbeit auch gar nicht zumutete, starben sie doch hin wie die Fliegen. Nach wenigen Wochen war ihre Kopfzahl auf die Hälfte herabgesunken und als ich Natzweiler in den ersten Januartagen des Jahres 1944 verließ, starben sie inzwischen immer wieder aufgefüllt noch immer.

Es war überhaupt eine merkwürdige Erscheinung, daß die Angehörigen mancher Nationen, Franzosen , Belgier, Holländer und Norweger , die wenigste Wi- derstandskraft aufbrachten und am schnellsten vor der Hoffnungslosigkeit ihrer Situation kapitulierten. Es waren gute, anständige Menschen, den Härten des Lagerlebens waren sie nicht gewachsen.

Weihnachten fiel ich nach dem alten Wortder Mohr hat seine Schuldigkeit getan... bei dem Bau- leiter in Ungnade. Die Schriftenmalerei wurde auf- gelöst und ich mußte wieder Straßen bauen. Es fiel mir nicht schwer, denn ich war körperlich in besserer Verfassung als die meisten meiner Kameraden. Und kaum acht Tage später wurde ich abkommandiert...