letzten Jahre zu bewahren. Ohne Rücksicht auf ihr eigenes Leben haben sie ihre heilige und ernste Pflicht erfüllt.
Christliche Zuhörer!
Und
Große Geisteslehrer sprechen in ihrer religiösen Sprache von einer Passio amara und einer Passio beata, von einem bitteren Leid, aber auch von einem beseligenden und glücklichen Leid. eine Passio amara, ein bitteres Leid, haben Eure Seelsorger gehabt während ihrer ganzen Haftzeit. Ihr könnt es nicht verstehen, weil es nur einer mitfühlen kann, der selber in diesem Leid ist. Aber Ihr werdet es einstens in der Ewigkeit einsehen, was Eure Seelsorger haben durchmachen müssen von ihrer Verhaftung bis zum Tode auf dem Schafott, Gewiß, die Monate vor ihrer Verurteilung zum Tode schien in ihr Leid die Sonne der Hoffnung hinein, daß sie doch noch freigesprochen würden, und als die Todesstrafe herausgekommen war, hatten sie die Hoffnung, besonders der Adjunkt, auf Begnadigung und Entlassung, denn wir dürfen nicht vergessen, daß sie aus Haẞ, Verleumdung und Boshaftigkeit heraus zum Tode verurteilt worden waren. Darum war die Enttäuschung auch so groß, das Leid so bitter, als ihnen am 10. Nov. 1943, mittags 1 Uhr, verkündigt wurde, daß das Todesurteil abends um 6 Uhr vollstreckt würde. Ich hatte versucht, sie, so gut es ging, mit der Todesstrafe und mit der Vollstreckung vertraut zu machen. Es war auch gut gewesen.
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