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Wo seine Zeugen sterben, ist sein Reich : Briefe der enthaupteten Lübecker Geistlichen und Berichte von Augenzeugen / zsgest. von Josef Schäfer
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Verhaftung zusammenkam bis zu jener Stunde, in welcher ihr Haupt gewaltsam vom Rumpfe ge- trennt wurde.

Denn wißt Ihr wohl, und wenn Ihr das nicht wißt, dann kann es Euch niemand besser sagen als ich, der ich es erfahren, erlebt und gefühlt habe, daß wir katholischen Priester viel mehr noch als blutsmäßig miteinander verbunden sind. Wir sind Glieder eines Leibes, dessen Haupt Jesus Christus ist, Jesus Christus ist das Herz dieser Einheit und von diesem göttlichen Herzen ergießt sich ununterbrochen das Blut des Gottessohnes in unsere Priesterseelen, solange wir Priester würdig jeden Tag in der heiligen Messe von dem Fleische des Gottessohnes essen und von seinem Blute trinken. Ja, somit entsteht ein Herz, eine Seele, eine Brüderlichkeit, eine Einheit, wie sie nur von Gott hervorgerufen werden kann,

Christliche Zuhörer! Dieses Einssein der katholischen Priester in Jesus Christus ist so etwas Himmlisch- Schönes, daß Freund-und Feind nur mit Ehrfurcht daran denken, darüber schreiben und sprechen. Glücklich muß jeder Priester sein, der sich dessen bewußt ist! Und wer war sich dessen wohl mehr bewußt als Eure Seelsorger während ihres Priesterlebens, ihres Leidens und Sterbens! Am 17. April 1943, abends, war ich noch spät in der Untersuchungshaftanstalt. Es ist eine offen- kundige Fügung Gottes gewesen, wie es oft zu

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