Druckschrift 
Wo seine Zeugen sterben, ist sein Reich : Briefe der enthaupteten Lübecker Geistlichen und Berichte von Augenzeugen / zsgest. von Josef Schäfer
Entstehung
Seite
98
Einzelbild herunterladen

nicht denken das Grauen schüttelt mich. Es

-

ist gut, daß Pastor Stellbrink nicht weiß, wie ,, es" vor sich geht.

Noch einmal reiche ich ihm die Hand, trotz der Fesselung auf dem Rücken fassen sich unsere Hände in einem festen Druck, der mehr als Worte sagt.

Dann lege ich meine Hand auf seine entblößte Schulter; unsere Augen tauchen tief ineinander: ,, Auf Wiedersehen im Himmel!" Langsam wiederholt er diese Worte. Ein Licht blitzt auf

-

-

das Zeichen, daß jetzt Pastor Stellbrink den schweren, schweren letzten Gang antreten soll. Zu beiden Seiten die Beamten, langsam, mit schweren Füßen gehen wir den langen. düsteren Gang entlang. Unheimlich hallen unsere Schritte wider. Kein Wort der Klage, kein Seufzer, kein Stöhnen, Pastor Stellbrink ist völlig still und ruhig. An der Tür wendet er mir noch einmal sein Gesicht zu dies weiße, zuckende Gesicht in einem langen gequälten Blick grüßen seine Augen zum letzten Mal! Da packen die Fäuste der Henkersmächte zu- das Fallbeil schlägt auf!

-

-

-

Pastor Stellbrink ist heimgekehrt in die Heimat der Seelen droben im Licht,

des Gef

in de

Für diese

rufen die

Tote sin

wir in all

uns die t

vollen Stu die Wuch empfunde

sammense

selben St Seelsorge

rischem H

zu Euch Erinnerun Gottesha lebten un

Christlich

sungen h Nacht v schiedena

Eure See Schafott

98

Sakramen

sehen, wi