Druckschrift 
Wo seine Zeugen sterben, ist sein Reich : Briefe der enthaupteten Lübecker Geistlichen und Berichte von Augenzeugen / zsgest. von Josef Schäfer
Entstehung
Seite
96
Einzelbild herunterladen

Es tut mir leid, ihn unterbrechen zu müssen. Leise frage ich ihn: ,, Es ist so weit, sind Sie bereit, den letzten Gang anzutreten?" Mit einem klaren, festen ,, Ja" antwortet er.

Wie wir uns vor einer Stunde im heiligen Abend­mahl vereinigt haben, vereinen wir uns nun in einem letzten gemeinsamen Gebet:

, Wenn müde unsere Füße, den letzten Weg zu gehn, mit Deiner Kraft uns grüße, laẞ Deine Klarheit sehn; Und wenn der Sinn verwirrt, das Herz so bang zerquält, gib Sehnsucht, die nicht irrt, gib Segen, der uns stählt. Wenn mir am allerbängsten wird um das Herze sein,

so reiß mich aus den Ängsten kraft Deiner Angst und Pein."

Mit Jesu Kreuzeswort legen wir Seele und Leib in Gottes Hände:

,, Vater, in Deine Hände befehle ich meinen Geist!" Dann wird der Befehl durchgegeben: ,, Fertig­machen zur Hinrichtung."

-

Als die Hände auf dem Rücken gefesselt werden, steigt die Qual dieser letzten Demütigung in die Augen: Muß das sein? Wie ein Verbrecher ge­fesselt?! Kann ich nicht wie ein freier Mann sterben?"

Auch diese Qual wird überwunden, ohne Klage, stark und fest. Diese letzten Minuten des War­

96

tens, ang Angst, las sein. En Pastor Ste die Zelle

tut. So im Innern werden s

quälende

denen ab

Dann bed

suche in

Frau und innigsten Worten i

Antlitz,

des Her

steht.

Die Hinr

wenn da

zusamme

Nun we Pastor L

zwischen

Du kan führen u Wieder

Kaplan I Und jetz

Stellbrin

-WO

1 Schäfer