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Wo seine Zeugen sterben, ist sein Reich : Briefe der enthaupteten Lübecker Geistlichen und Berichte von Augenzeugen / zsgest. von Josef Schäfer
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sache! Darum: Freuet Euch und sorgt Euch um nichts! Phil, 14, 4-7."

Für die Familie waren die Besuche in seiner Ge­fangenschaft Feierstunden, in denen nur Worte des Trostes und der Liebe gesprochen wurden. Einmal sagte er:

,, Wie schön muß es doch sein, wenn die Tore der Ewigkeit sich öffnen!" Nicht an sich dachte er, sondern nur an seine Lieben, als er die Bemerkung machte: Sterben ist nicht schwer, aber daß ich euch zurücklassen muß, das ist schwer."

Ganz gewiß wurde ihm das Scheiden vom Leben und vor allem von den Seinen nicht leicht, und er fühlt wohl die Härte und Schwere des Todesopfers, und doch sagte der Anstaltsgeistliche nach der Vollstreckung des Urteils:

,, Er starb wie ein Held!"

Mit Karl Friedrich Stellbrink verlor die Lü­beckische Landeskirche nicht nur einen treuen und überaus tapferen Mann, einen Menschen von sel­tenem Adel des Geistes und Charakters, einen furchtlosen Kämpfer für Recht und Gerechtigkeit und Freiheit, sondern auch den einzigen Pfarrer, der der Märtyrerkrone teilhaftig und gewürdigt wurde. Wenn er Briefe des Bischofs von Galen zusammen mit seinen katholischen Amtsbrüdern den Soldaten in das Feld sandte und darum der Zersetzung der Wehrkraft, ja des Hochverrats an­geklagt wurde, so war das eine Tat, die ihm Glaube und Gewissen gebot, und die uns als Christen aufs innigste mit ihm verbindet. Das

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